„Das Dschungelbuch“ von Rudyard Kipling

Vater Wolf findet unter einem Strauch ein kleines, rosiges Tier: ein Menschenjunges. Er bringt ihn in seine Höhle, wo Mutter Wolf beschließt, ihn gemeinsam mit ihren Welpen groß zu ziehen. Sie verteidigen ihn gegen den bösen Tiger Schir Khan, der den kleinen Jungen als Beute für sich beansprucht – und auch gegen die anderen Wölfe, die den Menschen zunächst nicht als einen der ihren akzeptieren wollen. Der Bär Balu und die Pantherin Baghira sprechen jedoch für ihn, und so darf der Junge, der fortan Mogli (Kleiner Frosch) genannt wird, bei den Wölfen bleiben. Von seinen Beschützern Balu und Baghira lernt er die Gesetze des Dschungels. Als der Anführer der Wölfe, Akela, jedoch älter wird und ihn nicht mehr beschützen kann, wird Mogli von dem Rudel verstoßen. Er kehrt zu den Menschen zurück, doch dort wird er auch nicht glücklich und muss sich schließlich dem Gesetz des Dschungels stellen.

 

Xavier Deutschs Neubearbeitung des englischen Klassikers von Rudyard Kipling (aus dem Französischen übersetzt von Ursula Held) ist nicht mit der Disney-Version des Stoffes zu vergleichen. Dafür ist der Tonfall zu ernst, die Geschichte mehr Entwicklungsgeschichte als Komödie. Genau wie Disney behandelt Grébans aber nur die ersten drei Kapitel des Original Dschungelbuchs – jene, die sich um Mogli drehen. Er endet jedoch nicht mit Moglis Rückkehr zu den Menschen, sonder erzählt zumindest die Geschichte des Menschenjungen bis zum Schluss, eben bis er wieder in den Dschungel zurückkehrt und den intriganten und neidischen Menschen den Rücken zukehrt. Kein leichter Stoff für Kinder, deswegen ist das Buch auch eher für ältere Schulkinder geeignet, die bereits sehr gut lesen können. Etwas rätselhaft bleibt, warum der im Original männliche Panther Baghira hier zu einem weiblichen Tier wird – wahrscheinlich ist dies der Übersetzung geschuldet.

Sehr gelungen sind die Illustrationen von Quentin Gréban, der sich zwar an den Disney-Motiven orientiert (wie vor allem an Mogli deutlich wird) aber bei den Zeichnungen einen ganz eigenen Charme entwickelt.

 

Das Dschungelbuch“ von Rudyard Kipling ist im KERLE-Verlag erschienen.

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„Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt“

reisezumendederweltEin Helmsley zu sein, ist nicht einfach – das lernt Archer ziemlich schnell. Seine Großeltern sind berühmte Forscher und ständig unterwegs. Kennengelernt hat er sie noch nie persönlich – stattdessen bekommt er Briefe und Päckchen, und das Haus seiner Großeltern, in dem Archer mit seinen Eltern lebt, steckt ebenfalls voller Zauber und Wunder, die an die Großeltern erinnern. Archer will auch ein Abenteuer erleben, doch seine Mutter hält nicht viel davon. Als die Nachricht um die Welt geht, dass Archers Großeltern bei einer Antarktis-Expedition verschollen sind, scheint das Leben für Archer noch trister zu werden. Seine Mutter lässt ihn nun gar nicht mehr das Haus verlassen, außer um zur Schule zu gehen. Dort ist es dank der bösartigen Lehrerin Mrs Murkley auch nicht gerade angenehm. Zu Archers Glück findet er Freunde: den ängstlichen Oliver und Adélaide, die bei einem Kampf gegen Krokodile ein Bein verloren hat. Gemeinsam mit den beiden entwickelt Archer Helmsley einen tollkühnen Plan, um seine Großeltern bei einer Reise zum Ende der Welt aufzuspüren und sie zurückzuholen.

 

Nicholas Gannons Debütroman wartet mit einem Trio ungewöhnlicher Protagonisten auf: Weder der etwas verschrobene Archer, noch Oliver, der wenn er es eilig hat mit geschlossenen Augen rennt, oder Adélaide, die, wenn es um ihr Holzbein geht, zu Lügengeschichten greift, sind typische Helden. Genau das macht sie sehr liebenswert, und der Leser fiebert mit ihnen der großen Reise entgegen und ahnt doch gleichzeitig, dass ihr Plan niemals funktionieren kann. Der Roman wartet mit zahlreichen Geheimnissen auf und bleibt bis zum Schluss spannend. Schade, dass nicht alles aufgelöst und stattdessen auf eine Fortsetzung im Jahr 2017 verwiesen wird. Andererseits ist die Aussicht auf weitere Abenteuer mit Archer Helsmles auch nicht schlecht.

 

„Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt“ von Nicholas Gannon ist bei Coppenrath erschienen.

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Phase 2

Am 19. Oktober ist Projekt Mami Phase 2 gestartet. Eigentlich ja schon neun Monate vorher. Wenn man es ganz genau nimmt, wird es mit der Umsetzung von zwei Kindern und Arbeitsalltag in einer Redaktion auch noch eine Weile dauern – zumindest bis 2017…

Aber die Umstände haben sich seit Beginn von Projekt Mami schließlich etwas geändert. Eine Redakteurin kann Elternzeit nehmen. Als Autorin ist es schon mit dem Mutterschutz und dem damit einhergehenden Beschäftigungsverbot nicht ganz so einfach. Denn sag meinem Kopf mal, dass er bis Weihnachten Ruhe zu halten hat. Klar: Geht nicht. Gerade, wenn so schöne Phasen wie Stillen hinzukommen, in denen ich sehr viel Zeit zum Nachdenken habe.

Jaja, natürlich genieße ich es auch, mein Kätzchen dabei zu beobachten und mich an seiner natürlichen Niedlichkeit zu erfreuen. Aber das Kätzchen trinkt oft und gerne und lange. Da schweifen die Gedanken spätestens bei der dritten Stillsitzung des Tages auch gerne ab zu meinen geistigen Kindern. Mit der Muttermilch sprudeln sozusagen auch die Ideen.

Dazu kommt, dass das Kätzchen nicht nur ein Säugling, sondern auch ein Tragling ist. Will heißen: Schlafen am liebsten bei Mama auf dem Arm, der Brust oder dem Bauch. Noch mehr Zeit, in der man viel Kreativität ausleben kann.img_5484

Es ist ja auch nicht so, dass ich nichts zu schreiben hätte. Einerseits, weil ich immer wieder und wieder und WIEDER gefragt werde, wann denn Teil drei der Kinzigtaltrilogie erscheint. Andererseits gibt es noch weitere Projekte, die auf ihre Umsetzung warten und Expos, die mir in den Fingern kribbeln. Da kann ich nicht anders, als hin und wieder doch mal zum Laptop zu greifen. Und erstaunlicherweise sind Laptop und Kätzchen kompatibel. Noch…

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„Der magische Blumenladen: Ein Geheimnis kommt selten allein“

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Violet liebt den Blumenladen ihrer Tante Abigail – und nun darf sie sogar dort übernachten. Doch während sie sich darauf freut, platzt eine Kundin in den Laden, die mit dem seltsamen Passwort „Pimpernelle“ alles durcheinanderbringt. Tante Abigail muss plötzlich abreisen, und eigentlich soll Violet nach Hause zurückkehren – stattdessen beschließt sie jedoch, mit ihren Freunden, den Zwillingen Jack und Zack, im Haus der Tante zu übernachten. Dort stößt sie auf ein seltsames Buch, in dem noch seltsamere Pflanzen zu finden sind, die dreidimensional über den Seiten schweben, merkwürdig duften und skurille Namen haben – allerdings kann nur Violet diese seltsame Darstellung wahrnehmen. Im Garten der Tante finden sich auch prompt einige der seltsamen Gewächse. Und als die Drei erfahren, dass sie einem verliebten Lehrer mit einem Liebeszauber vielleicht auf die Sprünge helfen könnten, wollen sie diese Magie unbedingt ausprobieren. Doch natürlich geht das alles andere als glatt…

Der Auftakt der Serie „Der magische Blumenladen“ von Autorin Gina Mayer wartet mit den zeitgenössischen Zutaten eines phantastischen Kinderromanes auf: Die Protagonistin ist ein Waisenkind mit mysteriöser Vergangenheit und einem mutmaßlich zauberhaften Erbe, dem sie Schritt für Schritt auf die Schliche kommt – und natürlich sind am Ende des Buches mehr Fragen offen als Geheimnisse aufgeklärt. Ein Rezept, das nach wie vor gut funktioniert und in diesem Fall durch die „Zutat“ Pflanzen bereichert wird. Die Protagonisten bleiben im ersten Band etwas flach, aber sie haben ja noch Zeit, um Tiefe zu entwickeln.

Besonders gelungen sind die Illustrationen der aus Hanau stammenden Künstlerin Joëlle Tourlonias, die dem Buch eine besondere Note geben.

Die Künstlerin wird übrigens am 18. Oktober zu einer Signierstunde in die Langenselbolder Buchhandlung Büchermeer.

 

„Der magische Blumenladen: Ein Geheimnis kommt selten allein“ von Gina Mayer ist bei Ravensburger erschienen.

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Klassik Hits zum Träumen – Murmels kleine Nachtmusik

Jeden Abend hören Paul, seine Schwester Paula, seine Eltern und Kuscheltier Murmel vor dem Einschlafen noch ein Musikstück und erfinden zur Musik eine Geschichte. So stellt Paul sich zur Mondscheinsonate eine nächtliche Landschaft vor, oder verwandelt sich zu Modest Mussorgskis „Das alte Schloss“ in einen König. Auch spielt Paul Musikdetektiv und versucht, Instrumente aus den Stücken herauszuhören und fliegt zu Mozarts „Andante“ im Heißluftballon in die Wolken. Auch der Klassiker „Guten Abend, gute Nacht“ darf nicht fehlen, wenn Paul und Murmel schlafen gehen.

 

klassikhits Das Buch gehört zur Reihe „Klingende Bilderbücher“ von Marko Simsa und Silke Brix – bei diesen Büchern liegt auch eine CD bei, die Worte und Ilustrationen ergänzt. Passend zu jeder kurzen Textpassage gibt es ein klassisches Musikstück, was zu einem besonderen Hörerlebnis führt. Auch Kinder, die mit Klassik normalerweise nicht viel anfangen können, werden so an das Thema herangeführt. Weitere Teile der Reihe sind unter anderem „Mozart für Kinder“ und „Der Nussknacker“.

 

„Klassik Hits zum Träumen – Murmels kleine Nachtmusik“ von Marko Simsa und Silke Brix ist bei Jumbo erschienen.

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„Basteln mit Fotos“ von Nadine Jessler

Heutzutage sind Schnappschüsse oder dem Handy schnell gemacht – und versauern dann leider oft auf der Festplatte. Nadine Jessler hat in ihrem Buch „Basteln mit Fotos“ einige kreative Ideen gesammelt, um solche Bilder aus der Versenkung zu holen. Ein paar Vorschläge sind dabei zum Beispiel als individuelle Geschenke geeignet. Zum Beispiel der „Flaschengeist“, bei dem man sich selbst in eine bezaubernde Jeannie verwandeln und auf einfallsreiche Weise Wünsche verschenken kann. Oder Fotos werden zum Lesezeichen, zum Ausstellungsstück oder zum Blumenbild. Die Anregungen können auch genutzt werden, um Fotos in den eigenen Räumen besonders zur Geltung zu bringen, etwa als grüner Schopf im Blumentopf oder als lustiger Hampelmann.

Bei einigen Ideen werden bestehende Fotos verwendet, für andere hat Nadine Jessler konkrete Vorschläge: So entstehen Herz-Bilder oder Schatten-Botschaften, oder beim „Foto-Graffiti“ durch geschickte Platzierung von ausgeschnittenen Portrait-Fotos ganz neue Miniatur-Welten.

Das ungewöhnliche Bastelbuch macht Lust, die Kreationen selbst auszuprobieren und zu verschenken.

„Basteln mit Fotos“ von Nadine Jessler ist im Verlag Coppenrath erschienen.

 

 

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„Nein, tein Heia“ von Stephanie Blake

Simon und sein  kleiner Bruder Franz bauen im Wald eine Hütte. Dummerweise vergisst Franz dort sein Schmusetuch, was ihm aber erst auffällt, als es ans Schlafen gehen kann. „Tein Musetuch? Dann tein Heia!“, brüllt Franz. Und als guter großer Bruder bleibt Simon nur eins: Er muss los und das Schmusetuch holen. Er schnappt sich seinen Umhang und geht in die Nacht hinaus – als Supertopmegahase hat man nämlich vor gar nichts Angst. Auch nicht vor Monstern, die in der Dunkelheit lauern. Aber wenn es die nicht gäbe, hätte Simon seinem kleinen Bruder auch gar nichts zu erzählen, als er zurückkommt.

Nach „Pipikack“, „Ich will Nudeln“, „Simon Superhase“ und „Babyfratz“ liefert Stephanie Blake mit „Nein, tein Heia“ eine neue lustige Simon-Geschichte ab. Diese lebt dieses Mal vor allem von den niedlichen Aussprüchen des „Babyfratz“ Franz – gelungen übersetzt von Tobias Scheffel. Wenn Franz seinem „Musetuch indähüttaä“ nachweint, finden das ältere Geschwisterkinder zum Brüllen komisch – und wollen natürlich genau so tapfer sein wie Simon. Eine schöne Geschichte für große Brüder und Schwestern und alle, die auch öfter mal „tein Heia“ machen wollen.

„Nein, tein Heia“ von Stephanie Blake ist im Moritz-Verlag erschienen.

 

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„Wo ist Nils der Eisbär?“ von Nicolas Piroux

In einem französischen Museum, dem Musée d’Orsay steht eine Skulptur mit dem Titel „Eisbär“ des Bildhauers Francois Pompon. Diesem Eisbär, der im Buch den Namen Nils hat, wird manchmal langweilig, und dann wandert er durch das Museum und versteckt sich in den anderen Kunstwerken. In diesem ungewöhnlichen Bilderbuch sollen die Leser Nils in berühmten Gemälden und Skulpturen suchen und finden: Einmal lugt er zum Beispiel in Vincent Van Goghs „Mittagsrast“ hinter einem Heuballen hervor, ein anderes Mal hat er sich in Edgar Degas „Tanzunterricht“ unter die Ballerinas geschlichen oder betrachtet sich Gustav Klimts „Rosen unter Bäumen“. Manchmal ist Nils ganz einfach zu entdecken, dann muss man ganz genau hinschauen, um den Eisbär zu sehen.

Kinder für Kunst zu begeistern ist gar nicht so schwer, wie es klingt. Man muss ihnen nur Zugang dazu geben. Das Such-Buch von Nicolas Piroux tut dies auf spielerische Weise: Indem die Kinder versuchen, den Eisbär in den Kunstwerken zu entdecken, beschäftigen sie sich außerdem mit den Gemälden und Skulpturen, stellen Fragen und forschen nach. Eine schöne Idee. Noch schöner wäre gewesen, wenn sich nicht nur zu Francois Pompon und seiner Arbeit sondern auch zu den „Verstecken“ von Nils ein paar Infos (mehr als Name, Künstler und Entstehungsjahr) im Buch finden ließen, um den kindlichen Wissensdurst direkt zu befriedigen.

„Wo ist Nils der Eisbär?“ von Nicolas Piroux ist im Verlag Belser erschienen.

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Das sind deine Rechte!

Passend zum Jubiläum der Kinderrechte in Deutschland am 5. April erscheint im Beltz-Verlag das Sachbuch „Das sind deine Rechte!“. Kindgerecht und informativ geht es darin um etwas, das laut einer Studie nur 16 Prozent der deutschen Kinder wirklich gut kennen: die für sie geltenden „Spielregeln“, an die sich alle halten müssen. 26 Mädchen und Jungen erzählen, warum ihnen ihre Rechte wichtig sind, was sie erlebt haben und worauf sie besonderen Wert legen. Dabei kommen ganz unterschiedliche Kinder zu Wort: der 14-jährige Kahlid zum Beispiel, der aus Syrien geflohen ist, die neunjährige Frieda, deren Eltern sich getrennt haben und der siebenjährige Jonathan, der das Down-Syndrom hat. Sie alle berichten von Alltäglichkeiten und Ungewöhnlichem, stellen Fragen und geben selbst Antworten.

Beim Antworten unterstützen außerdem erwachsene Experten, wie etwa die Familienministerin Manuela Schwesig.

Zu jedem der Kapitel, die sich mit den einzelnen Rechten befassen, gibt es Mitmach-Seiten, auf denen die Leser ihre eigene Situation überprüfen können. So gibt es zum Beispiel einen Mitrede-Check für Familie und die Schule, ein Kinderrechte-Barometer und einen Stufenplan, um sein eigener Held zu werden.

Besonders gelungen ist die grafische Umsetzung des Buches: Die Kinder sind in großen Schwarz-Weiß-Bildern zu sehen und eignen sich als Identifikationsfiguren. Bunte Texte und Sprechblasen geben die Geschichten und Hinweise wieder. Als Illustrationen dienen thematisch passende Kinderzeichnungen.

Kleine Figuren helfen, prozentuale Angaben zu verstehen. Dazu gibt es praktische Beispiele: „Stell dir ein Dorf mit zehn Kindern vor: Neun Kinder arbeiten nicht. Ein Kind schleppt Steine.“ Eine Tabelle gibt einen Überblick über das, was Kinder verschiedener Altersgruppen bereits dürfen, zum Beispiel ab sieben Jahren Pizza bestellen, ab 13 Jahren jobben oder ab 16 Jahren allein im Restaurant essen. Am Ende gibt es ein Glossar mit wichtigen Worten von A bis Z.

Eigentlich ist dieses Buch ein Muss – nicht nur für Kinder, die an ihren Rechten interessiert sind, sondern vielleicht gerade für diejenigen, die mit diesem Stichwort erst einmal nichts anzufangen wissen. Schon junge Leser finden dank der übersichtlichen Gestaltung schnelle Antworten auf ihre Fragen. Und für die Älteren, die es ganz genau wissen sollen, gibt es jede Menge Hintergrundinfos. Auch für die Eltern.

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Der Grüffelo Naturführer

Im Welterfolg „Der Grüffelo“ von Erfolgs-Duo Axel Scheffler und Julia Donaldson geht die Maus im Wald spazieren und trifft dort auf verschiedene Tiere. Mit dem „Grüffelo-Naturführer“ sollen die kleinen Leser auf den Spuren der Maus wandeln und zum „Grüffelo-Forscher“ werden. Vorangestellt sind Tipps und Kniffe für die Nachwuchs-Naturforscher und ihre erwachsenen Begleiter, zum Beispiel, was die Ausrüstung angeht.

Das Heft regt dazu an, „mit offenen Augen“ und „gespitzten Ohren“ durch den Wald zu gehen und bietet viele Mitmach-Aktionen. So gibt es Vorschläge für Spiele wie eine Wald-Rallye oder Bastelanleitungen, unter anderem für ein Nest. Über 200 Sticker mit Motiven nach Axel Schefflers Zeichnungen liegen bei und spielen eine große Rolle: Mit Tatzen-Stickern zum Beispiel können die kleinen Forscher Fotos von Dingen, Tieren oder Pflanzen markieren, die sie in der Natur gefunden haben. Für Geräusche, die erlauscht wurden (wie Grillenzirpen und Zweigeknacken), gibt es Sticker mit Grüffelo-Ohren, und sogar ein Sticke für denjenigen, der den Grüffelo höchstpersönlich entdeckt, gibt es einen entsprechenden Aufkleber. Und wer alle Herausforderungen gemeistert hat, darf sich mit dem Sticker „Ich bin ein Grüffelo-Forscher“ belohnen.

Der Grüffelo, der Anti-Held des liebenswerten Bilderbuchs, ist bereits zu einer Marke geworden, mit der zum Beispiel Tassen und Frühstücksbrettchen, Spiele und Plüschtiere verkauft werden. Der Naturführer ist ein neues Produkt aus diesem Kinderuniversum, das zudem einen pädagogischen Nutzen hat: Kleine Stubenhocker stachelt die Herausforderung – und die Aussicht, zu stickern – an, die gesuchten Insekten, Tiere und Spuren zu finden. Spiele wie „Stock und Stein“ und die Wald-Rallye eignen sich für unterwegs. Die beliebten Figuren sind natürlich ein besonderer Anreiz für kleine Fans, sich näher mit dem Heft zu beschäftigen.

Der Grüffelo-Naturführer wurde von  Fabienne Pfeiffer aus dem Englischen mit viel Fingerspitzengefühl für das Original übersetzt.

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Klassik Hits zum Träumen – Murmels kleine Nachtmusik

Jeden Abend hören Paul, seine Schwester Paula, seine Eltern und Kuscheltier Murmel vor dem Einschlafen noch ein Musikstück und erfinden zur Musik eine Geschichte. So stellt Paul sich zur Mondscheinsonate eine nächtliche Landschaft vor, oder verwandelt sich zu Modest Mussorgskis „Das alte Schloss“ in einen König. Auch spielt Paul Musikdetektiv und versucht, Instrumente aus den Stücken herauszuhören und fliegt zu Mozarts „Andante“ im Heißluftballon in die Wolken. Auch der Klassiker „Guten Abend, gute Nacht“ darf nicht fehlen, wenn Paul und Murmel schlafen gehen.

Das Buch gehört zur Reihe „Klingende Bilderbücher“ von Marko Simsa und Silke Brix – bei diesen Büchern liegt auch eine CD bei, die Worte und Ilustrationen ergänzt. Passend zu jeder kurzen Textpassage gibt es ein klassisches Musikstück, was zu einem besonderen Hörerlebnis führt. Auch Kinder, die mit Klassik normalerweise nicht viel anfangen können, werden so an das Thema herangeführt. Weitere Teile der Reihe sind unter anderem „Mozart für Kinder“ und „Der Nussknacker“.

 

„Klassik Hits zum Träumen – Murmels kleine Nachtmusik“ von Marko Simsa und Silke Brix ist bei Jumbo erschienen.

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