Ein Spaß für echte Fußball-Liebhaber

Hier kommt ein tolles Spiel für echte Fußballfans: Mit „Fanzone“ könnt ihr euer Wissen rund um den Ball testen. Moderiert wird das Spiel von der Stimme von Frank „Buschi“ Buschmann, der die Fragen stellt, die Spieler anspornt aber auch gnadenlos auslacht.

Einstellbar sind zwei Spielmodi: ab sieben Jahre und ab 14 Jahre. Eigentlich sind es keine Fragen, sondern Behauptungen, bei denen die Spieler, die sich farbige Butttons zum Drücken aussuchen dürfen, entscheiden müssen, ob sie wahr oder falsch sind. Etwa, ob Real Madrid den Spitznamen „Die Weißen“ hat oder ob Wolfgang Wolf tatsächlich den VfL Wolfsburg trainiert hat. Es gibt 500 Fragen zu Fußballregeln, zu Weltmeisterschaften und Bundesligavereinen, zu Rekorden und witzigen Fakten. Nur echte Fans wissen, ob Luis Suarez Fan vom Weißen Hai ist, oder?

Die Krönung sind die frechen Sprüche von Frank Buschmann, mit dessen Stimme das Spiel jeden „Spielzug“ kommentiert; mal bewundernd („Mein lieber Scholli, was ein Ding“), mal frotzelnd („Du weißt schon, wo das Tor steht, oder?“). Auch wenn man zum Beispiel zu schnell auf den Buzzer drückt, folgt ein Kommentar: „Du schießt ja schneller als du denkst!“ – und wer das zu oft macht, riskiert eine rote Karte und darf bei der nächsten Fragerunde nicht mitdrücken. Wer zuerst 20 Punkte hat, hat gewonnen – aber so einfach ist das nicht, denn das Spiel wartet mit Sonderregeln und Extra-Punkten auf. So erzielt man bei drei richtigen Antworten hintereinander einen Hattrick und bekommt einen Sonderpunkt, und manchmal dürfen diejenigen mit den wenigsten Punkten gegen den Tabellenführer allein antreten und bekommen so eine Extra-Chance.

Für kleine und große Fußballfans bietet „Fanzone“ einen riesigen Spielspaß. Ganz ehrlich: Auch die Fragen ab sieben Jahre sind schon richtig schwer. Allerdings nicht für fachkundige Siebenjährige…  Dass man die richtigen Antworten nicht erfährt, ist ein kleines Manko, reizt aber natürlich zum Selbst-Nachforschen an, was ja im Internetzeitalter kein Problem mehr darstellt. Und Achtung: Die Buzzer reagieren manchmal etwas schwergängig, so dass man sehr fest drücken muss. Drückt man aber zu oft, löst man die „Wiederholen“-Funktion aus, so dass die Frage nochmal gestellt wird. Hat man aber erst mal den Bogen ‚raus, steht einem unterhaltsamen Fußball-Spieleabend nichts im Weg.

„Fanzone“ ist im Spieleverlag Asmodee erschienen.

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Der unsichtbare Freund

Fotogalerie

Claras kleine Schwester Luze ist irgendwie seltsam. Nachdem ihr Freund Silas weggezogen ist, spricht sie nicht mehr, lacht nicht mehr, singt nicht mehr. Bis sie eines Tages nach Hause kommt und ein Geschenk bekommen hat: einen unsichtbaren Hund, den nur sie sehen kann. Und weil Luze nun wieder fröhlich ist, spielt die Familie mit – auch Clara, obwohl ihr das sehr merkwürdig vorkommt. Luze tauft den Hund „Das Pferd“. Als ob diese Situation nicht seltsam genug ist, wird es in diesem Winter so kalt, dass alle Kinder Kältefrei bekommen und zu Hause bleiben müssen. Das ist am Anfang noch ganz lustig, wird aber schnell schwierig. Vor allem, weil Clara sich mit ihrer besten Freundin Lisa gestritten hat und mit ihr nicht einmal telefonieren kann. Dann ist da noch Vincent, der schönste Junge der Welt. Er wohnt direkt über Clara und Luze, und plötzlich verbringen sie viel Zeit miteinander. Das hat sich Clara eigentlich gewünscht, aber irgendwie ist Vincent auch seltsam.

Und dann passieren häufig eigenartige Dinge. Luze weiß Sachen, die sie eigentlich nicht wissen kann, und meint, das Pferd habe ihr davon erzählt. Außerdem beginnen Luze. Vinzent und Clara auch noch ein Videoprojekt, für das sie mit allen Nachbarn reden müssen. Wenn das malgut geht.

Die Geschichte von Clara, Luze und dem unsichtbaren Hund Das Pferd ist berührend, fantastisch und gleichzeitig so nah an der Realität, dass es beinahe erschreckt. Dass man plötzlich das Haus nicht mehr verlassen darf, nur noch per Videokonferenz Schule hat und die Eltern sich streiten, weil alles so kompliziert wird, das kennen wir doch leider alle, oder? Luze hat ihre eigenen Wege, damit umzugehen, und Clara ist eine tolle Hauptfigur, mit der sich die meisten älteren Geschwister leicht identifizieren können. Und ganz ehrlich: Wir hätten alle gerne einen unsichtbaren Hund wie Das Pferd. Ein echter Geheimtipp für Lesemäuse. (tmb)

„Das Pferd ist ein Hund“ von Tamara Bach ist bei Carlsen erschienen.

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Eine bezaubernde Reise

Das kleine Lale namens Lu möchte so gerne schlafen. Aber irgendwie ist ihm sein Schlaf abhanden gekommen. Deswegen packt es etwas Proviant ein, schnappt sich sein Kuscheltier und macht sich auf die Suche. Es kommt zu einem Mann, der die Sterne zählt, findet drei Engel, die Wache halten und kommt durch einen dunklen, schweigenden Wald. Aber keiner hat seinen Schlaf gesehen. Das freundliche Lale Lu teilt seinen Proviant und sucht weiter. Doch auch der nette Mann, der Schafe hütet und die Frau, die einen Baum schüttelt, haben seinen Schlaf nicht gesehen. Aber endlich stehen da zwei Schuhe! Und dann kommt auch der Sandmann …

Na, kommt euch an der Geschichte einiges bekannt vor? Richtig, denn das Lale Lu ist eigentlich auf einer Reise durch die schönsten Schlaflieder. Die Idee von Jens Daum ist bereits bezaubernd genug, doch dazu kommen noch die wunderschönen Illustrationen von Sophie Lucie Herken, wegen denen man das kleine Lale Lu einfach liebhaben muss. Und natürlich gibt’s am Schluss noch alle Liedertexte – auch die unbekannten Strophen – zum selbst singen oder besser: zum In-den-Schlaf-Singen-lassen. (tmb)

„Lale Lu sucht seinen Schlaf“ von Jens Daum und Sophie Lucie Herken ist im 360 Grad-Verlag erschienen.

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Von Rubinen, Flüchen und verschwundenen Magiern

Krimifans aufgepasst: Ihr bekommt die einmalige Gelegenheit, dem berühmten Detektiv Sherlock Holmes zu assistieren. Holmes ist nämlich in einer misslichen Lage: Sein treuer Freund Dr. Watson muss sich um einen familären Notfall kümmern, und so muss er seine Fälle alleine lösen. Und jetzt kommt ihr zum Zug: Könnt ihr dem berühmtesten Detektiv der Literaturgeschichte dabei helfen, herauszufinden, wie ein riesiger Rubin in einem Kirschkuchen landete, der vor seiner Tür platziert wurde? Oder im nächsten Fall herausfinden, ob der Earl von Monthaven und sein Hund tatsächlich vom Fluch eines Pharaos getroffen wurden. Im dritten Fall des Buches geht es dann um das Haus Traymar, in dem es spuken soll, und im vierten Fall um den Magier Lord Fitzgibbons, der nach seinem letzten Zaubetrick einfach verschwand. Alles sehr knifflig, aber für echte Detektive kein Problem, oder?

Nicht nur Freunde von Sherlock Holmes kommen in diesem Rätselkrimibuch auf ihre Kosten: Nachdem Holmes seinen Lesern und Unterstützern den Fall geschildert hat, gilt es jeweils, Spuren zu sichten und Schlüsse zu ziehen.Dafür müssen liebevoll illustrierte Zeitungsschnipsel, Eintrittskarten, Stadtpläne oder Fotos ganz genau betrachtet werden. Am Ende wartet die Auflösung in Spiegelschrift. Ein wirklich großartiger Spaß: allein, zu mehreren, zu Hause oder unterwegs.

„Sherlock Holmes mysteriöse Fälle: Der Kirschkuchen mit Kern“ von Sally Morgan ist im Frechverlag erschienen.

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Glühende Ohren und viel Tempo

Nein! Doch! Was? Hä? Meinetwegen … Wer einer Spielrunde beim NEINhorn-Kartenspiel zuhört, dem glühen bald die Ohren. Denn dank einer witzigen Spielidee nach dem Kinderbuch von Marc-Uwe Kling geht es turbulent an so einem Tisch zu. Die Karten zeigen die beliebten Figuren aus dem Buch – und je nachdem, welche Karte aufgedeckt wird, müssen die Spieler das typische Wort von Königsdochter, Warummel, Wasbär und Co. sagen.

Klingt einfach? Das täuscht! Denn je schneller das Spiel und je höher das Tempo wird, um so kräftiger muss man sich konzentrieren. Denn wer das falsche Wort sagt, muss alle ausgespielten Karten nehmen – und am Ende gewinnt, wer die wenigsten Karten hat. Wenn dann auch noch die fiesen Gegenwürmer mitmischen und das NEINhorn plötzlich nicht mehr „Nein!“ sondern „Doch!“ sagt, wird es richtig knifflig. Dazu gibt es noch Vorschläge, um sich zusätzliche Spielvarianten und Hausregeln auszudenken. Denn auf einigen Karten gibt es kleine Illustrationen, die dazu einladen. Wenn Petersilie auftaucht, könnte man „Bäh!“ sagen, bei Glücksklee „Lecker“, beim Känguruhe gar nix, oder, oder, oder ….

Schon das Grundspiel bietet großen Spielspaß. Besonders schön sind aber die Spielvarianten, die man ganz frei selbst gestalten und kinderfreundlich den eigenen Schwierigkeitsgrad festlegen kann. Deswegen ist es, leicht modifiziert, auch schon unterhalb der empfohlenen Altersschwelle von 6 Jahren spielbar. Die relativ kurze Spieldauer von etwa 15 Minuten und die praktische Größe machen das NEINhorn-Kartenspiel zu einem Hit für unterwegs.

Als kleiner Gag sind dem Spiel noch zwei kleine Überraschungspakete für fortgeschrittene Spieler beigelegt – zusätzliche Karten und Regeln für noch mehr Spielspaß.

Eine klare Spielempfehlung, nicht nur für NEINhorn-Fans!

„Das NEINhorn Kartenspiel“ ist im KOSMOS-Verlag erschienen.

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Etwas ganz Besonderes

Irgendwo im Universum schwebt ein kleiner blauer Punkt – das ist die Erde. Sie ist ein bisschen unglücklich, denn alle anderen sieben Planeten, die wie sie um die Sonne kreisen, sind viel toller als sie, meint die kleine, blaue Kugel. Merkur etwa ist der Sonne am nächsten, die Venus funkelt und leuchtet so schön, zum Mars schicken die Menschen ständig Sonden, um ihn zu erforschen. Jupiter ist der größte Planet, und Saturn ist wegen seiner tollen Ringe am berühmtesten. Uranus ist der verrückteste Planet, denn er liegt auf der Seite, und Neptun ist tiefblau und geheimnisvoll.

Pluto hingegen gehörte früher einmal zu den Planeten, gilt jetzt jedoch nur noch als Zwergplanet – er ist der „Planet der Herzen“, meint die Erde. Eigentlich kein Wunder, dass sie sich in dieser Gesellschaft ziemlich langweilig findet.

Die anderen Planeten sagen, das ist Quatsch. Aber ganz überzeugt ist die Erde nicht – bis ein Kind von der Erde sich zu Wort meldet. Das Kind findet: Die Erde ist etwas ganz Besonderes! Und dafür gibt es einen wichtigen Grund…

Dieses süße Bilderbuch erklärt kleinen Leser auf eine bezauberne Art und Weise unser Sonnensystem. Es macht richtig Spaß, mit den wunderschönen Illustrationen von Maren Hasenjäger die Planeten kennenzulernen. Vorne und hinten im Buch gibt es eine Übersicht über die Reihenfolge der Planeten. Lehrreich, spannend und berührend – und wie die Erde etweas ganz Besonderes!   (tmb)

„Ein kleiner blauer Punkt“ von  Maren Hasenjäger ist bei Magellan erschienen.

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Tolles Spiel für fixe Adleraugen

„Dobble“ erscheint im Programm des Spieleverlags asmodee.

Seid ihr fix und habt scharfe Adleraugen? Dann ist „Dobble“ das richtige Spiel für Euch! Schnell erklärt und in einer handlichen kleinen Dose ist es zudem ein idealer Zeitvertreib für unterwegs – und für Vorschulkinder schon genauso spannend wie für Erwachsene.

„Dobble“ besteht aus 55 runden Spielkarten. Auf jeder Karte sind acht Symbole in verschiedenen Größen abgebildet; zum Beispiel ein Vogel, ein Schneemann, ein Gespenst oder ein Schlüssel. Das Besondere: Wenn man zwei Karten vergleicht, sind immer zwei Symbole gleich. „Dobble“ kann in verschiedenen Varianten gespielt werden, doch im Grunde geht es immer darum, diese zwei identischen Symbole als erstes zu entdecken.

In der Variante „Turm“ müsst ihr vor euch möglichst viele Karten anhäufen, beim „Brunnen“ eure Karten möglichst schnell loswerden. Bei der „Heißen Kartoffel“ müsst ihr eure Karten euren Mitspielern aufdrücken. In einer weiteren Variante geht es darum, den anderen Spielern „giftige Geschenke“ zu machen, indem ihr die doppelten Symbole nicht bei euch selbst, sondern bei den anderen entdeckt. Und beim „Drilling“ müsst ihr sogar gleiche Symbole auf gleich drei Karten entdecken, um zu gewinnen.

Das Tolle an „Dobble“ ist, dass die Regeln so einfach sind. Sämtliche Varianten sind innerhalb von wenigen Minuten zu verstehen. Und obwohl der Verlag das Spiel offiziell ab sechs Jahren empfiehlt, können auch jüngere Kinder Spaß dabei haben – fitte Kindergartenkinder sind sogar deutlich besser darin, die doppelten Symbole zu entdecken, als mancher Erwachsene. Das Spielprinzip macht richtig süchtig, und die verschiedenen Varianten garantieren Abwechslung. Ein tolles, schnelles Spiel für unterwegs!    

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Spannende Geschichte in einem wunderschönen Buch

Emilio ist acht Jahre alt und will Taucher werden. Das weiß er so genau, weil auch sein Papa und sein Großvater schon Taucher waren und das Meer lieben. Doch Emilios Papa musste das Tauchzentrum, die „Marina“, verkaufen. Schuld daran war der Bösewicht der Geschichte, Amedeo Limonta, der ein viel größeres Tauchzentrum baute und billigere Preise hatte. Emilio kennt jedoch den wahren Plan von Limonta: Er will die kostbarste, reinste und weißeste Perle der Welt finden, von der Emilios Opa immer erzählt hat. Diese Perle leuchtet auf geheimnisvolle Weise. Aber es kommt anders, denn niemand anderes als Emilio findet die Perle auf seinem allerersten Tauchgang. Er nimmt sie mit nach Hause und wird schnell berühmt. Sogar Amadeo Limonta kommt zu ihm, um die Perle zu bewundern. Dann aber verliert die Perle ihr Leuchten – und auf dem Meer zieht ein Sturm auf …

Mit diesem Buch ist Elisa Sabatinelli und Iacopo Bruno etwas ganz Besonderes gelungen. Denn sie erzählen hier eine wunderbar poetische und gleichzeitig spannende Geschichte, die Emilios Liebe zum Meer auch in denjenigen weckt, die sie lesen. Dabei verschränken sich Text und Illustration auf ungewöhnliche Weise: Jede Überschrift, jedes Zitat werden zu einem kleinen Abenteuer. Kristina Scharmacher-Schrieber hat diesen Wortzauber aus dem Italienischen gelungen ins Deutsche übertragen.

Eine ganz klare Leseempfehlung nicht nur für diejenigen, die das Meer fasziniert, sondern für alle, die schöne Bücher lieben.   

„Emilio und das Meer“ von Elisa Sabatinelli mit Illustrationen von Iacopo Bruno ist bei Coppenrath erschienen.

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Poetische Geschichte vom Glücklichsein

Für die kleine Gerda gibt es nichts Schöneres, als ein Wal zu sein. Zusammen mit ihrer Familie lebt sie am Grund des Ozeans und hört jeden Abend von ihrer Mutter das Lied der Wale. Gerda kann sich nicht vorstellen, ihre Familie zu verlassen; doch ihre Mutter weiß, dass Gerda eines Tages auf die Suche nach einem neuen Ort gehen muss, wo das Glück auf sie wartet. Eines Tages ist es wirklich so weit, und Gerda begibt sich auf eine lange Reise. Sie trifft Pinguine, einen Tintenfisch, Möwen, Orcas und einen Eisbären, doch nirgendwo ist Platz für sie. Der weise Narwal rät ihr schließlich, auf das Lied der Wale zu hören. Dank dieses Ratschlages und dank der Sterne, die sie stets begleiten, findet Gerda schließlich ihr Glück.

„Gerda, der kleine Wal“ ist eine kleine, feine und sehr philosophische Geschichte über die Suche nach dem richtigen Platz im Leben. Die eigentliche Handlung entsteht durch die wunderbaren Bilder von Adrián Macho, zu denen Erwin Grosche die Texte liefert. Bezaubernd und berührend – ein Geheimtipp für Verträumte.      (tmb)

„Gerda, der kleine Wal. Eine Geschichte vom Glücklichsein“ von Adrián Macho, erzählt von Erwin Grosche, ist bei Coppenrath erschienen.

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Kreiseliger Spielespaß mit Suchtpotenzial

Habt ihr Lust auf eine völlig andere Art von Spiel? Dann habe ich heute genau den richtigen Tipp für euch: Bei „Ghost Adventure“ müsst ihr nämlich nicht würfeln oder Kärtchen aufdecken – hier gilt es, eine ruhige Hand zu haben und einen Kreisel durch ein fantasievolles Abenteuer zu lenken.

Die Geschichte des Spiels ist spannend: Wolfskrieger überfallen das friedliche Waldreich und zerstören die Statuen, in denen die Schutzgeister des Waldes wohnen. Nur der Geist der kleinen Maus mit seinem Zauberkreisel entkommt. Er kann als einziger das Waldreich retten – und ihr müsst ihm dabei helfen!

Bringt den Kreisel in Schwung und lenkt ihn über acht liebevoll und detailreich gezeichnete Spielbretter – von der Eislandschaft über einen Zauberwald bis zum lavareichen Drachenland. In verschiedenen Missionen müsst ihr dort nicht nur bestimmte Punkte finden und mit dem Kreisel erreichen, sondern den Kreisel mitunter hüpfen lassen, um an euer Ziel zu kommen. Gar nicht so einfach – und wenn der Kreisel liegenbleibt oder herunterfällt, kann euch nur ein Zaubertrank helfen. Sind die Zaubertränke leer, ist eure Mission gescheitert.

Diese witzige Spielidee beschäftigt Familien über Stunden. Dabei können entweder einzelne Missionen oder das ganze Abenteuer gespielt werden – einer startet den Kreisel, die anderen geben sich die Spielbretter hin und her, denn idealerweise hüpft der Kreisel von Landschaft zu Landschaft, um die immer kniffliger werdenden Aufgaben zu erfüllen. Empfohlen ist das Spiel ab acht Jahren, doch auch schon kleinere Kinder können beim Kreisel-Starten und Ziele-Finden mit eingebunden werden.

Von Mission zu Mission wird es allerdings immer schwieriger, und am Ende muss man ein echter Experte sein, eine ruhige Hand und Konzentration beweisen und die Nerven bewahren, wenn der Kreisel zu trudeln beginnt.

Wer alleine spielen oder üben will, für den gibt es auch einige Solo-Missionen, die gar nicht so leicht zu bewältigen sind.

Ein knifflig-kreiseliger Spielespaß für die ganze Familie mit hohem Suchtpotenzial! 

„Ghost Adventure“ ist bei Pegasus-Spiele erschienen.

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Alles rund um den Körper 

Von A wie „Alt sein“ bis Z wie „Zuhause“: In diesem Buch dreht sich alles rund um den Körper. Macht ihr euch eigentlich oft Gedanken über euren Körper? Ich meine jetzt nicht, ob euch diese oder jene Jeans besser steht oder ob euer Freund größer ist als ihr, sondern darüber, was euer Körper eigentlich alles kann? Wie es mit dem Älterwerden ist, wie Körpersprache funktioniert, warum einem manche Dinge peinlich sind? Hier findet ihr Antworten auf diese und andere Fragen. Es geht um Komplimente und Gemeinheiten, um Jungen und Mädchen, Selbstzweifel und Selbstbewusstsein, und um Körper und Seele.

Besondere Höhepunkte sind die Extrabilder, zum Beispiel das Familientreffen, das eine Familie 1992, 2002, 2010 und 2019 zeigt.

Die Sexualpädagogin Katharina von der Gathen hat hier ein tolles Buch für Kinder geschaffen, die in die Pubertät kommen. Hier werden Fragen beantwortet, die sich einige vielleicht nicht zu fragen trauen – und andere, auf die man selbst nicht gekommen wäre.

Ein kleiner Gag: Wenn man das Buch „nackig“ macht, also den Umschlag entfernt, sind alle gezeichneten Figuren des Umschlags darunter nackt. Die Botschaft: „Unter ihren Klamotten sind alle nackig“.Bei solchen Details und den Illustrationen von Anke Kuhl muss man einfach schmunzeln.

Eine klare Leseempfehlung für alle Heranwachsenden, die mehr über ihren Körper erfahren wollen.

„AnyBody. Dick & dünn & Haut & Haar: das große Abc von unserem Körper-Zuhause“ von Katharina von der Gathen und Anke Kuhl ist bei Klett Kinderbuch erschienen.

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Faszinierende Details

Riesig und beeindruckend – so stellen wir uns Dinosaurier vor. Wie die Urzeit-Giganten wirklich ausgesehen haben, können auch Experten nur vermuten. Doch in diesem tollen Buch bekommt ihr einen Eindruck davon,wie sie gewesen sein könnten. 15 unterschiedliche Dinosaurier schauen euch von den übergroßen Seiten an. Überraschend: Nicht alle waren wirklich riesengroß – auf den Einbandseiten könnt ihr die Unterschiede genau erkennen. Der Archäopteryx zum Beispiel war so klein, dass er lebensgroß in dem Buch abgebildet ist. Von den anderen Dinosauriern findet sich stets irgend ein Körperteil in Lebensgröße: Vom Triceratops etwa das Nasenhorn, vom Euoplocephalus ein Auge und vom Tyrannosaurus ein Zahn, der fast die gesamte Blatthöhe einnimmt. Dazu gibt es jeweils einen Streckbrief des Dinos, weitere Hintergrundinfos sowie „Spezialwissen“. Wisst ihr übrigens, dass nicht alle Dinosaurier ausgestorben sind? Die Vögel nämlich haben sich aus kleinen Raubsauriern entwickelt und gelten als echte Dinosaurier.

In diesem Buch sind nicht nur die Dinos gigantisch: Die Illustrationen sind wirklich sensationell und faszinierend: Vom kleinen Detail bis zum Ganzkörperportrait lassen die Arbeiten von Raimund Frey das Herz von Kindern und Erwachsenen höher schlagen. Inhaltllich erfährt man sehr viele Feinheiten, die auch Fans zuvor über die Urzeitechsen nicht bekannt waren. Eine begeisterte Leseempfehlung!

„Dinosaurier lebensgroß“ von Raimund Frey ist bei Coppenrath erschienen.

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Fantastische Abenteuer im Märchenland

Diese Woche habe ich eine besondere Empfehlung für alle unter euch, die Märchen und fantastische Welten besonders lieben. Denn mit „Land of Stories“ begebt ihr euch zusammen mit den Geschwistern Alex und Conner auf eine wundervolle Reise …

Dabei war das vergangene Jahr für die Zwillinge Alex und Connor überhaupt nicht schön, sondern sehr traurig: Erst verloren sie ihren Vater, dann mussten sie aus ihrem schönen Zuhause ausziehen. Kein Wunder, dass sie fast gar nicht mehr daran denken, dass ihr zwölfter Geburtstag ansteht. Doch dieser Tag verändert alles, denn ihre Großmutter schenkt ihnen ein altes Buch – und wenig später landen sie dank dieses Buches mitten im Märchenreich. Sie müssen allerdings recht schnell feststellen, dass hier nicht nur ihre Lieblings-Prinzessinnen, Feen und Magie wirklich existieren – leider gibt es auch böse Hexen, Wolfsrudel und Trolle, die nicht besonders freundlich sind. Gewitzt entkommen die Kinder jedoch jeder Gefahr. Wer außer ihnen würde schon auf die Idee kommen, die Hexe aus dem Lebkuchenhaus kurzerhand mit einem magischen Wunsch zur Veganerin zu machen, so dass ihr der Appetit auf Kinder gründlich vergeht?

Doch so spannend das magische Land und seine zauberhaften Königreiche auch sind: Alex und Conner möchten schon gerne wieder nach Hause. Aber das ist nicht so einfach: Nur der mächtige Wunschzauber kann ihnen helfen. Um die Zutaten für diesen Zauberspruch zusammen zu bekommen, müssen sie einiges auf sich nehmen. Und dann gibt es da noch einen Haken: Sie sind nicht die einzigen, die nach den Zutaten suchen …

Fast ergeht es einem wie Alex und Conner: Man wird in dieses Buch hineingesogen und kann gar nicht mehr aufhören, zu lesen. Die Märchen kennen wir schließlich besonders gut, wo wir doch in der Heimat der Brüder Grimm leben, oder?

Dass der Autor, der Schauspieler Chris Colfer, bei viele Geschichten nicht die amerikanische Version der Märchen, sondern das Original berücksichtigt, macht das Buch besonders liebenswert. Seine eigenen Ideen und Interpretationen sind den Grimms durchaus würdig.

Die Übersetzerin der wahrhaft fantastischen Reihe, zu der noch vier weitere Bücher gehören, ist übrigens Fabienne Pfeiffer, die ebenfalls hier in der Region lebt und auf der Kinderseite der GNZ ihre Buchtipps veröffentlicht. Nicht nur deswegen ist dieses erste Abenteuer von Alex und Conner mehr als lesenswert.

„Land of Stories – Die Suche nach dem Wunschzauber“ von Chris Colfer ist im Verlag Sauerländer erschienen.

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Draculas witzige Memoiren

Habt ihr Angst vor Monstern? Wenn ihr dieses tolle Buch gelesen habt, ganz sicher nicht mehr! Denn die Geschichten des alten von Opa Dracula sind spannend, witzig und sogar lehrreich. Alles beginnt damit, dass Vlad Draculas Frau Selena und seine TochterAima zum Wellness-Wochenende fahren – und Opa so ll auf die drei Vampirkinder Rhesus, Vira und Globinchen aufpassen. Dann finden die Kinder Vlads altes Fotoalbum, und im Nu erzählt der alte Vampir die Geschichten von seinen Monsterfreunden: von der talentierten Tänzerin Yeti, dem Fischwesen Bobo, dem unsichtbaren Mann Jack und dem freundlichen und vor allem musikalischen Werwolf Archie. Die Vampirkinder finden die Geschichten super – nur Opas Erzfeind Van Helsing, der immer wieder versucht, Vlad Dracula zu pfählen, können sie gar nicht leiden. Und was ist eigentlich aus den ganzen Monstern geworden?

Ich habe mich sofort in dieses fantastische Buch verliebt. Die Illustrationen von Wiebke Rauers, von der auch die witzige Idee stammt, haben mich schon beim Cover begeistert. Jochen Till schreibt Vlad Draculas Memoiren mit so viel Humor, dass man gar nicht mehr aufhören kann, zu lesen. Die liebevoll beschriebenen „Monster“ sind so menschlich, dass man sie einfach gern haben muss. Die klare Botschaft: Vorurteile sind, um es mit Globinchens Worten zu sagen, „echt blöd“, und man sollte andere nie nach dem Äußeren beurteilen. Eine begeisterte Leseempfehlung nicht nur für Fans von „Hotel Transilvanien“!  

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Starke Mädchen brauchen keine Rette

Mädchen sind in Märchen häufig Prinzessinnen, die gerettet werden müssen. In dem Märchenbuch, das ich euch heute vorstellen möchte, geht es jedoch um richtige Mädchen, die stark und klug und mutig sind – und solche Mädchen brauchen niemanden, der sie rettet. Tatsächlich sind es sogar oft die weiblichen Hauptfiguren der Geschichten, die alle anderen retten. Aurora zum Beispiel die Heldin des deutschen Märchens, befreit ihren Verlobten aus der Gewalt der Riesen. Und auch Valentina aus dem spanischen Märchen „Der Brunnen am Ende der Welt“ wird zur Retterin ihres Mannes und seiner beiden Brüder. In „Die Kokosnussschale“, einer Geschichte aus Fidschi, trickst die kleine Kumaku zwei gefräßige Riesen aus, und auch in der indischen Erzählung „Der Tiger und der Schakal“ erweist sich die Bauersfrau als weitaus cleverer als ihr Mann.

Zum Glück sind die 19 Märchen in diesem wundervollen Buch nur „fast vergessen“. Sie entführen in unbekannte, fantastische Welten rund um die Erdkugel und sind wirklich etwas ganz Besonders. Sie erzählen von schottischen Wunderwesen und nigerianischen Geistern, von englischen Feen und chinesischen Sängerinnen, von iranischen Schlössern und tschechischen Waldtänzerinnen. Allen Märchen gemeinsam sind die starken Heldinnen, die sich unerschrocken ins Unbekannte stürzen und manchmal sogar, wie die kleine schwedische Ella, einfach um des Abenteuers wegen aufbrechen. Ein tolles Buch, nicht nur für Mädchen! (tmb)

„Fast vergessene Märchen“ von Isabel Otter, illustriert von Ana Sender, ist im 360 Grad Verlag erschienen.

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Lesevergnügen für die Weihnachtsferien

Zwei Monate ist es her, dass Archer in „Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt“ von Tigern gejagt wurde – und seitdem haben ihn seine Eltern auf das Internat Raven Wood verbannt. Nun aber sind endlich Weihnachtsferien, und Archer kehrt in das verschneite Rosewood zu seinen Freunden Oliver und Adèlaide zurück. Aller erwarten gespannt die angekündigte Ankunft von Archers Großeltern. Rachel und Ralph Helmsley sind vor Jahren verschwunden, aber sie haben Archer ein Lebenszeichen gesandt. Angeblich haben sie in all der Zeit auf einem Eisberg gelebt. Mit den Helmsleys scheint auch der Eisberg in die kleine Stadt zu kommen, denn es wird immer kälter und kälter. In Rosewood wirbeln die Gerüchte wie die Schneeflocken: War die Geschichte mit dem Eisberg nur ein Schwindel und haben Archers Großeltern ihr Verschwinden inszeniert? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Archer und seine Freunde kommen einer Verschwörung auf die Spur, die sie mit viel Witz, Abenteuerlust und jeder Menge Schokopralinen aufdecken wollen.

Wer „Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt“ gemocht hat, wird „Die höchst eigenartige Verschwörung von Barrow’s Bay“ lieben. Nicholas Gannon erzählt die Geschichte mit so viel Fantasie und Lust und witzigen Situationen, dass man regelrecht in das schneebedeckte Rosewood eintaucht. Eine Tasse heißer Kakao dazu, und stundenlangem Lesevergnügen steht nichts im Weg – die richtige Lektüre für die Weihnachtsferien!    (tmb)

„Die höchst eigenartige Verschwörung von Barrow’s Bay“ von Nicholas Gannon ist bei Coppenrath erschienen.

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Absurd, verrückt und immer dagegen

Im Herzwald, wo immer die Sonne scheint und „alles mega“ ist, wohnt eine glückliche Einhornfamilie. Eines Tages wird ein kleines Einhorn geboren, das zwar schnuckelig-süß, aber immer gegen alles ist. Deswegen wird es bald „Neinhorn“ genannt. Es mag nicht tanzen, nicht naschen, nicht spielen – und dass ständig gereimt wird, geht ihm auch auf die Nerven. Also muss das Buch fortan ohne Reime auskommen. Das Einhorn trifft schließlich auf den Was-Bären, der schlecht hört und immer „Was?“ fragt. Die beiden zusammen begegnen dem NAhUND und schließlich auch noch der stets widersprechenden KönigsDOCHter. Das führt zu einer Reihe aberwitziger Dialoge und letztendlich dazu, dass die vier eben zusammen rumhängen und manchmal sogar gute Laune bekommen.

Eins vorneweg: Als Vorlesebuch ist das „Neinhorn“ wirklich eine Herausforderung. Nicht nur, dass die Gespräche zwischen Neinhorn, Was-Bär, NAhUND und KönigsDOCHter ziemlich anspruchsvoll zum Vortragen sind, problematisch ist auch, dass man als Vorleser ständig selbst loskichern muss angesichts der absurden Gespräche. Jeder, der ein kleines Neinhorn zu Hause hat (oder gar selbst eines ist) wird dieses Bilderbuch lieben. Nur eines hat das Buch nicht: eine Moral. Die müsse nicht sein, findet Marc-Uwe Kling, der auch die Känguruh-Chroniken geschrieben hat. Ziemlich genial sind übrigens auch die vielen verrückten Tiere am Ende des Buches, die Astrid Henn ebenso liebevoll gezeichnet hat wie den Rest des Buches. Da gibt es den Abär, die Schlaumeise, den Plappergei und die Niebelle. Und wir kenne sie alle!

 „Das Neinhorn“ von Marc-Uwe Kling und Astrid Henn ist bei Carlsen erschienen. (tmb)

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Rätsel und eine spannende Suche

Seit sechs Monaten ist Lias‘ Vater, ein berühmter Forscher namens Bruce X. Milestone, verschwunden. Nun macht sich Lias auf die Suche nach ihm und reist nach Katmandu – und Ihr könnt ihm bei der Suche helfen! Um den Spuren seines Vaters zu folgen, hat Lias lediglich das Expeditionstagebuch von Bruce X. Milestone, zur Verfügung. Nach und nach müsst Ihr zusammen mit Lias die Hinweise und Rätsel darin entschlüsseln, damit die Geschichte weitergeht. Hilfe bekommt Lias dabei von den Zwillingen Mojo und Cookie. Die beiden sind nicht nur gewitzt, Cookie spricht auch noch zahlreiche Sprachen. Und so kommt es, dass sie sich plötzlich auf dem Weg in ein Bergdorf im Himalaya befinden und sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Volk der Jain begeben – dieses Volk soll ein Mittel entdeckt haben, das alle Krankheiten heilen kann. Und dann ist da noch der merkwürdige Junge Tashi, der Lias seit dem Flughafen folgt – ist er etwa ein Jain? 

Ich habe euch an dieser Stelle ja schon Exit-Spiele vorgestellt. So ähnlich, aber doch ganz anders, funktioniert „Explorer-Team“.  Dieses Buch stellt ein ganz anderes Leseabenteuer dar, denn die Erzählung liest man einfach von vorne nach hinten – die Rätsel, die es zwischendurch zu lösen gilt, stellen sich durch verschiedenes Zusatzmaterial wie das beiliegende Expeditionstagebuch und die „Schatztruhe für Explorer“. Christoph Dittert und Björn Berenz haben eine spannende Geschichte und eine tolle Idee entwickelt – das macht Lust auf mehr! Angekündigt sind auf jeden Fall drei weitere Missionen.

„Explorer Team: Das Abenteuer beginnt“ von Christoph Dittert und Björn Berenz ist im Arena-Verlag erschienen.

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Zauberhafte Freundschaftsgeschichte

„Die Wichtel aus dem Hundertwurzelwald – Einladung zum Elfenfest

Imme ist ein Wichtelmädchen und lebt in einem Dorf im Hundertwurzelwald. Ihr Onkel ist Arzt und ihre Mutter Apothekerin – ganz klar, dass sich Imme bestens mit Heilkräutern auskennt. Als sie eine verletzte Fledermaus findet, bringt sie sie zu ihrem Onkel. Doch lange hat Imme keine Zeit, sich um die Fledermaus zu kümmern, denn die Wichtel werden zur Krönung des Elfenkönigs eingeladen. Dabei gab es lange Unfriede zwischen den Elfen und den anderen magischen Wesen, weil der bisherige Elfenkönig eine Mauer rund um die Stadt errichten ließ. Nun soll das anders werden. Und die Elfen sind wirklich nett zu den Wichteln. Besonders mit Laurin freundet sich Imme an. Doch dann stehen plötzlich die Trolle vor der Stadt und sind wütend, weil sie nicht zum Fest eingeladen wurden. Als auch noch ein Trollkind lebensgefährlich verletzt wird, greifen Imme und Laurin ein.

Anna Taube hat eine rührende Geschichte über Freundschaft, Toleranz und Mut geschrieben und nebenher ganz schön viel Wissen über Heilpflanzen hineingepackt. Besonders schön sind die Illustrationen von Marie Braner, die dem Büchlein einen ganz eigenen Charakter verleihen. Da bekommt man gleich Lust auf noch mehr Abenteuer im Hundertwurzelwald.

 „Die Wichtel aus dem Hundertwurzelwald – Einladung zum Elfenfest“ von Anna Taube ist bei Magellan erschienen.

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Nur nicht aufwecken!

dracheschläftNanu, ist das ein Berg? Nein, es ist der Drache – und er schläft tief und fest. Er lässt sich nicht von den Schafen stören, die auf ihm herumlaufen, und auch nicht von den Erdwichteln und den Monstern. Er bemerkt noch nicht einmal die Feuerwehrmänner, die sogar mit Wasser herumspritzen. Die Horden ziehen immer weiter, und der Drache schläft immer weiter, bis eine kleine Ameise kommt. Wird ausgerechnet dieses winzige Insekt den Drachen aus seinem Schlaf wecken? Und wenn ja, was wird dann passieren?

Das Gute-Nacht-Buch für die Jüngsten wartet mit zahlreichen Ausziehseiten auf, die immer die Antwort auf die spannende Frage geben: wacht der Drache nun auf oder nicht? Das macht Spaß und birgt zusätzliche Möglichkeiten, Details in dem Bilderbuch von Wiebke Hasselmann und  Isabel Große Holtforth zu entdecken.

Das Einschlaf-Buch – das ja eigentlich eher ein Aufwach-Buch ist – macht vor allem Kindern ab zwei Jahren Spaß. Auf jeder Seite wächst die Spannung, ob der Drache nun aufwacht oder weiter schlafen kann. Eine süße Geschichte, die auch tagsüber begeistert.

„Psst! Der Drache schläft“ von Wiebke Hasselmann und  Isabel Große Holtforth ist bei Carlsen erschienen.

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Windelfrei

Kind Nummer zwei ist jetzt windelfrei. Es hat etwas gedauert, aber jetzt klappt es schon ziemlich gut. Wir haben sie natürlich auch immer gelobt, wenn alles gut funktioniert hat. Vor allem die Oma war sehr stolz: „Jetzt bist du schon ein richtig großes Mädchen!“

Fand Kind Nummer zwei auch. Deswegen war sie gestern auch der Meinung, dass sie, wie die große Schwester, in die Schulbetreuung gehen könnte. Da muss es nämlich furchtbar lustig zugehen. Ich habe ihr erklärt, dass sie dafür noch ein bisschen älter werden muss. „Du gehst da auch hin, wenn du ein großes Schulkind bist.“ Das sah sie zähneknirschend ein. Neue Diskussionen gab es beim Spazierengehen, als sie an der Straße den Hund führen wollte. „Dafür bist du noch zu klein“, sagte ich. „Aber ich bin doch jetzt groß“, argumentiert das Ex-Windelkind. „Aber das ist zu gefährlich“, sage ich. „Der Hund ist immer noch größer als du – er wirft dich um und rennt auf die Straße.“ Gemaule, Gemecker, aber es nutzt ja nichts. Dann beim Abendessen: Kind Nummer zwei will Cola trinken, wie der Papa. „Nein, das geht nicht, dafür bist du zu klein“, entscheidet der Erzeuger. Jetzt wird es Kind Nummer zwei zu bunt: „Das ist voll doof. Ich bin für gar nix groß genug. Ich will meine Windel zurück.“

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Ein ganz normales Vampirmädchen

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Coco ist ein ganz normales Mädchen, das zur Schule geht und für Jungs schwärmt – bis auf den kleine Unterschied, dass sie ein Vampir ist. Ihrem Tagebuch vertraut sie alle Details ihres turbulenten Lebens an – denn das ist gar nicht so einfach, selbst wenn man wie sie als Vampir geboren wurde. Schließlich darf niemand, auch nicht ihre besten Freundinnen, wissen, dass sie sich eigentlich von Blutkonserven ernährt und dass ihr älterer Bruder Karl vor 100 Jahren von ihren Eltern gebissen und adoptiert wurde. Dass sie selbst als Vampir auf die Welt kam, macht sie zum „klassischen Sonderling unter den Sonderlingen“. Wie soll es denn nur auf der Klassenfahrt in Italien werden, wenn Coco nicht wie alle anderen normal essen und trinken kann? Zum Glück hat ihr Papa eine gute Idee. Cocos Papa ist ohnehin genial, denn er ist Modedesigner – wenn auch momentan in einer Schaffenskrise. Cocos Mama ist etwas altmodisch, und sie streiten öfter – zum Beispiel, wenn es um Cocos 13. Geburtstag geht oder darum, dass sich Coco heimlich die Haare färben lässt. Und dann ist da auch noch Gabriel, der neue an der Schule, in den Coco wirklich gar nicht verknallt ist. Schließlich hält Gabriel mit Emilie Händchen, warum soll sie einen Gedanken an ihn verschwenden? Allerdings war da dieser Kuss … Und dann ist da auch noch Nick, ein Model und supercoool – und auch ein Vampir…

Mit Coco haben die Autorinnen Gerda Maria Pum und Iris Blanck ein modernes Vampirmädchen erfunden, das junge Leserinnen fasziniert. Dass Coco niemanden beißen muss und zur Schule geht wie alle anderen, macht sie sympathisch. Zudem hat sie die gleichen Probleme wie andere Teenager: Streit mit den Eltern oder dem Bruder, Probleme mit Lehrern, die sie nicht leiden können, Modefragen und die erste Liebe. Die witzigen Illustrationen runden den Lesespaß ab.

 

„Cocos Diary – Tagebuch eines Vampirmädchens“ ist im Adrian-Verlag erschienen.

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Invasion der Bartträger

Ich weiß nicht, wie es derzeit bei Ihnen daheim so aussieht. Aber bei uns zu Hause hat eine Invasion stattgefunden. Sie sind überall. Sie stehen im Wohnzimmer auf dem Sideboard, in der Küche auf der Theke, im Esszimmer auf der Anrichte. Reste von ihnen habe ich sogar im Kinderzimmer auf dem Teppich gefunden. Sie tragen meist schwarz, rot und gold, viele zeigen sich auch in lila – aber nur äußerlich. Verborgen unter dem schönen Schein sind sie meist dunkelbraun. Zum Glück sind sie meistens ziemlich hohl.
Sie ahnen es sicher bereits: Seit Anfang November sind wir von einer regelrechten Armada von Schokonikoläusen überflutet worden. Die bärtigen kleinen Gesellen mögen harmlos und freundlich aussehen, aber lassen Sie sich nicht täuschen: Ich bin mir ziemlich sicher: Die haben einen Plan.
Dabei fing alles ganz harmlos an: Auf irgend einem Weihnachtsmarkt war da so ein Typ im roten Mantel, der meinen Kindern kleine Tüten in die Hände drückte. Da waren die ersten beiden Invasoren drin. Doch das war nur der Anfang. Plötzlich griffen sie von allen Seiten an: Im Kindergarten, in der Schule, in der Turnstunde und im Schwimmverein. Eine große Angriffswelle rollte wenig überraschend am 6. Dezember über uns hinweg, als gleich zehn der Schokokerle unseren Haushalt eroberten. Und plötzlich stand da sogar einer auf meinem Schreibtisch im Büro! Ich sag es ja, von ALLEN Seiten!
Es ist ja nicht so, als ob wir nicht versucht haben, uns zu wehren. Vor allem die Kinder haben sich heldenmütig an die Verteidigung der heimischen Linien gewagt. Aber ganz ehrlich: Wer zumChristkind soll denn so viel Schokolade verdrücken? Da macht auch der stabilste Magen irgendwann schlapp.
Aber ich hörte, wir haben es fast geschafft. Nur noch ein paar Tage, dann dürfte die Invasion der schokoladigen Bartträger ein Ende haben. Durchhalten, liebe Leidensgenossen! Trotzt der süßen Versuchung!
Bis dann im April eine neue Angriffswelle rollt. Und die hat dann Hasenohren.

 

FROHE WEIHNACHTEN!niko

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Eine abenteuerliche Weltreise

Lust auf eine abenteuerliche Reise? Dann ist der “Atlas Obscura” genau das Richtige für Euch. Der Untertitel verspricht es bereits: Mit diesem unterhaltsamen und toll illustrierten Sachbuch könnt ihr die 100 abenteuerlichsten Orte der Welt entdecken.atlasobscura

Auf jeder Doppelseite geht es in ein anderes Land der Erde. Ein Globus in der linken oberen Ecke zeigt, wo genau ihr euch befindet, ein paar Stichworte informieren über Lage, Einwohnerzahl, die Hauptstadt und ein besonderes Kuriosum. Zwei besondere Orte pro Doppelseite gibt es zu entdecken – und der Text lässt euch richtig in die fremden, faszinierenden Welten eintauchen. Ob bei der Wanderung der Blauwale in Húsavík in Island, in den fantastischen Kristallhöhlen in Naica in Mexiko, in der Kapuzinergruft in Palermo in Italien oder in den Glowworm-Höhlen von Waitomo – durch die spannend formulierten Texte seid ihr hautnah dabei – manchmal wird es sogar richtig gruselig. Ihr erforscht die Schlangeninsel in Brasilien und entdeckt die verlorene Stadt Herakleion in Ägypten, ihr probiert den Musikstein von Qobustan in Aserbaidschan aus und lauft durch die Unterwasserwelt des Museo Atlántico. Wusstet ihr, dass es auf der Insel Eil Malk in Mikronesien einen See mit Millionen von Quallen gibt? Und eine verborgene Wohnung im Eiffelturm? Das und noch viel mehr könnt ihr in diesem wunderbaren Buch herausfinden. Am Ende gibt es noch ein paar thematisch zusammengestellt „Reiserouten“, eine Übersicht über Fortbewegungsmittel – vom Verkehrsflugzeug mit 885 Stundenkilometern bis zum peruanischen Fischerboot mit 5 Stundenkilometern – und ein paar Tipps für Entdecker.

Dylan Thuras und Rosemary Mosco haben hier wirklich ein außergewöhnliches Buch geschaffen, das auch durch die Illustrationen von Joy Ang zu etwas ganz Besonderem wird. Das meiste, das sich in diesem Schmuckstück verbirgt, ist auch Erwachsenen unbekannt – mit dem, was ihr hier alles auf spannende Weise entdecken könnt, macht ihr auf jeden Fall Eindruck. Eine absolute Leseempfehlung!

 

„Atlas Obscura Kids Edition“ von Dylan Thuras und Rosemary Mosco ist im Loewe-Verlag erschienen.

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Stimmungsvolle Bilder und eine spannende Geschichte

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Viele Jahre haben kleine und große Fans der Eiskönigin darauf gewartet: Ende November kommt endlich die Fortsetzung des erfolgreichen Disneyfilms in die Kinos. Passend dazu veröffentlicht der Carlsen-Verlag einen ganz besonderen Schmuckband. Darin wird nicht nur die Handlung des neuen Filmes erzählt, sondern eingebettet darin ist auch die Geschichte des ersten Teils. Los geht’s mit einem Abenteuer aus Annas und Elsas Kindheit. Ihre Mutter erzählt ihnen die Geschichte des weißen Flusses, der Antworten auf alle Fragen der Vergangenheit kennt. Neugierig machen sich die beiden Prinzessinnen auf den Weg, um diesen Fluss zu finden – natürlich heimlich…

Es folgt die Geschichte, in der Elsa zur Königin gekrönt wird und aus Angst vor ihren eigenen Zauberkräften eine großen Katastrophe über das Land Arendelle bringt, indem sie ungewollt ewigen Winter herbeiruft. Nur mit Hilfe ihrer Schwester Anna und der Kraft der Liebe wird der Winter wieder vertrieben.

Im dritten Teil des Buches weckt Elsa versehentlich die Geister eines verzauberten Waldes auf und muss gemeinsam mit Anna und ihren Freunden Kristoff, dem Rentier Sven und dem Schneemann Olaf erneut zu einem großen Abenteuer aufbrechen.

Das wunderschön gestaltete Vorlesebuch mit den goldenen Seiten und goldgeprägten Schneeflocken ist schon allein optisch etwas ganz Besonderes. Die Geschichte der Eiskönigin fasziniert seit Jahren, und auch die Fortsetzung ist spannend und dramatisch. Die komischen Elemente des Filmes bleiben in dem Buch etwas auf der Strecke, wären aber wahrscheinlich auch schwer umsetzbar gewesen. Insofern ist es gut, dass sich die Macher darauf konzentriert haben, die stimmungsvollen Bilder einzufangen und die Geschichte in kindgerechten Worten zu erzählen. Ein Muss für alle, die die Eiskönigin lieben.

„Die Eiskönigin II“ ist bei Carlsen erscheinen.

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Tipps für schaurige Halloween-Partys

magisches HexenbuchZu Halloween haben wir einen ganz besonderen Buchtipp für euch: „Das magische Hexen-Bastelbuch“ leuchtet nicht nur geheimnisvoll im Dunkeln, es stehen auch viele tolle Tipps für kleine Zauberlehrlinge und Junghexen darin.

Zunächst gibt es zahlreiche Bastelanleitungen, mit deren Hilfe man eine schaurige Halloweenparty oder einen feschen Hexengeburtstag veranstalten kann: von der Hexenkessel-Einladungskarte bis zu gruseligen Gummihandschuh-Giveawaybeutel. Außerdem finden sich Anregungen für viele Dekorationen: eine leuchtende Hexenkugel, Mumienwindlichter und glühende Milchkartonlaternen sind dabei. Für spukige Klopapierrollen-Gesellen gibt es hilfreiche Bastelvorlagen, und auch schreckliche Spinnennetze und verhexte Zauberstäbe lassen sich ganz leicht herstellen. Dann folgt der kulinarische Teil. Mein Lieblingsrezept hier ist die Horror-Bowle mit Eishand, aber auch die modrigen Mumien Würstchen, das klapprige Gemüse-Skelett und der Wackelpudding mit Fruchtgummi-Würmern und –Augen machen etwas her. Witzige Experimente, mit denen die Nachwuchs-Hexen einen  Kürbis brodeln lassen und Schleim herstellen können, sowie Nähtipps für die passende Garderobe runden das Buch ab.

Für Grusel-Fans ist dieses Bastelbuch gerade zu Halloween genau das Richtige, um sich noch ein paar Anregungen für eine schaurig-schöne Party zu holen. Die Tipps am Anfang erleichtern es älteren Kindern, einige Dinge auch schon alleine zu versuchen – ein älterer Hexenmeister sollte aber zur Unterstützung bereit stehen.

„Das magische Hexen-Bastelbuch“ von Gudrun Schmitt ist im Frech-Verlag erschienen.

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Falscher Stamm

UnbenanntIn jüngster Zeit begegnet einem die Werbung für Meningokokken-Impfungen häufig, die Kampagne läuft unter dem Titel „Meningitis bewegt“. Deswegen bin ich nicht erstaunt, als mich die Kinderärztin bei der U7a-Untersuchung darauf anspricht. Die Meningokokken-B Impfung werde zwar nicht von der Impfkommission empfohlen, aber sie würde sie mir ans Herz legen. Das Thema ist mir nicht neu. Vor einem Jahr ist in Südhessen in zweijähriges Kind an den Folgen einer Meningokokken-B-Infektion gestorben, ich habe mich daraufhin eingelesen. In Deutschland erkrankten laut Robert-Koch-Institut in den Jahren 2013 bis 2016 im Mittel jährlich 315 Personen an invasiven Meningokokken-Infektionen, davon 211 an Infektionen durch Meningokokken der Serogruppe B. Rund fünf bis zehn Prozent der Infektionen verlaufen tödlich. Die Impfung schützt, wird aber von der Ständigen Impfkommission, die in Deutschland allgemeine Impfempfehlungen ausspricht, nicht für alle Kinder empfohlen, sondern nur für solche mit einem Immundefekt.
Ich entscheide ich mich für eine Impfung. Kostenpunkt für eine Impfdosis: Über 100 Euro pro Kind. Die Kasse zahlt nichts. Zunächst heißt es, man zahle nur auf ausdrückliche Empfehlung des Arztes. Die Sprechstundenhilfe ist bei meiner Nachfrage verwirrt: „Wenn wir es nicht empfehlen würden, würden wir Ihnen doch kein Privatrezept ausstellen..?“ Stimmt. Nochmalige Nachfrage bei der Kasse. Jetzt heißt es, man wolle „auf die Empfehlung der Experten der Impfkommission“ warten. Wann die kommt, steht in den Sternen. Auch die Zusatzkasse zahlt nicht, mit derselben Begründung. Obwohl auf deren Homepage ausdrücklich steht, dass man für Individuelle Gesundheitsleistungen aufkomme.
Man kann zu Impfungen stehen wie man will: Man kann sie ablehnen, ohne gleich ein Aluhut-Träger zu sein, und man kann sie befürworten, ohne ein Jünger der Pharmaindustrie zu sein. Aber es ist ein Witz, dass ich, wenn ich mich für das Impfen entscheide, auf den Kosten sitzen bleibe, obwohl rund 70 Prozent der Meningokokken-Infektionen in unseren Breiten durch den Stamm B ausgelöst werden. Meningokokken des Stamms C verursachen nur rund 30 Prozent der Erkrankungen. Diese Impfung wird bezahlt.

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Witzig, spannend und gefühlvoll

511u5EmcjEL._SX353_BO1,204,203,200_Viele Mädchen schreiben Tagebuch. Annie hingegen schreibt Listen. Über alles in ihrem Leben fertig sie Listen an – und wer ihre Listen liest, erfährt auch ihre Geschichte. Die Gründe etwa, warum sie von ihrer Schule geflogen ist, und warum sie daran Schuld ist, dass ihre Familie aus Brooklyn wegziehen muss. Die Dinge, die sie in ihrem neuen Leben vermisst – allen voran ihre beste Freundin – und die von jetzt an anders sind. Denn Kleewinkel ist ein winziger Ort, nicht mit dem New Yorker Stadtteil Brooklyn zu vergleichen. Dazu kommt, dass Annie ein ganz besonderes Gedächtnis hat und sich an fast alles erinnern kann, was ihr irgendwann einmal passiert ist – das ist nicht immer angenehm, vor allem, wenn sich die anderen nicht daran erinnern. Denn: „Wenn man sich an so viele Dinge über andere Leute erinnert, fühlt man sich manchmal, als ob niemand sich so für einen selbst interessiert wie andersherum.“

Annie zählt im Laufe eines Jahres auf, was an ihrem neuen Haus besonders ist, warum sie es an der neuen Schule schwer hat und warum ihr Bruder sauer auf sie ist. Und so erfährt man nach und nach nur durch die Listen Annies Geschichte und wie es ihr doch noch gelingt, in Kleewinkel Freundinnen und eine neue Heimat zu finden.

„Mein Leben in Listen: Annies Geschichte“ ist mal etwas ganz Anderes: Wer glaubt, eine Geschichte lasse sich nicht mit Listen erzählen, wird hier etwas Besseren belehrt. Denn Annies Geschichte ist durchweg witzig, spannend und gefühlvoll. Sie thematisiert in ungewohntem Stil schwierige Themen wie Umzug und den Versuch, neuen Freunde zu finden und alte Freundschaften zu erhalten mit sehr viel Leichtigkeit und Charme. Das Buch macht von der ersten bis zur letzten Liste Spaß.

„Mein Leben in Listen: Annies Geschichte“ von Kristin Mahoney ist bei Egmont Schneiderbuch erschienen.

 

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Pipi Langstrumpf unter Wasser

Meja-Meergrün.jpgAn einer besonders tiefen Stelle im Meer liegt die Stadt Lyckhav. Dort lebt das Meermädchen Meja Meergrün. Sie ist wild, frech und denkt nicht daran, zur Schule zu gehen. Ihre Eltern sind Forscher und auf Reisen, und ihre Mutter hat ihr extra den leuchtenden Seestern Lille geschenkt, damit sie nicht allein ist. Als nun auch noch Kümmerkröte Padson auftaucht und Meja dazu bringen will, sich wie ein anständiges Meermädchen zu benehmen, kommt das aus Mejas Sicht zum völlig falschen Zeitpunkt. Denn Lyckhav verliert sein Licht: Alle Laternen- und Leuchtfische verschwinden auf mysteriöse Weise. Und Meja muss doch schließlich herausfinden, was da los ist. Mit Unterstützung von Padson geht sie auf die abenteuerliche  Suche nach der Antwort und erfährt von dem Wasserkobold Nisse Klok, dass nur sie das Meeresleuchten retten kann, und dass auch Lille eine bestimmte Rolle dabei spielt.

Ein bißchen ist „Meja Meergrün“ wie Pipi Langstrumpf unter Wasser: Sie ist frech und derzeit elternlos, und sogar eine Kiste voll Goldstücke besitzt sie. Allerdings ist Meja nicht ganz so allmächtig, sondern auf die Hilfe ihrer Freunde angewiesen: Zusammen sind sie stark, das muss Meja aber erst einmal lernen. Ihr Abenteuer ist spannend erzählt und liebevoll von Wiebke Rauers illustriert. Und dass Meja trotz allem kein braves Meermädchen wird, sondern wild, frech und damit liebenswert sie selbst bleibt, ist besonders schön. Ein Muss für kleine Meerjungfrauen und Meermänner!

 

 

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Abenteuer mit Megapower

maxIhr mögt Superman, Batman oder die Avengers? Wie alle Kinder findet auch Max Superhelden einfach toll. Doch während Martin der Tollkühne Titan sein will und Emma für den Roten Retter schwärmt, hat Max einen anderen Liebling: Megapower. Sie ist anders als alle anderen Superhelden, denn sie kann nicht nur Computer programmieren und Bomben entschärfen, bändigt jedes Tier und ist grenzenlos klug. Und mit ihren Röntgenaugen kann sie sogar durch Wände sehen. Gut, diese Fähigkeit ist nicht immer so super, vor allem, wenn Max heimlich Törtchen stibitzt. Aber dafür nimmt Megapower Max mit in die ganze Welt. Und am allerbesten ist Megapower, wenn sie ihr Mami-Kostüm anzieht und Max einen Gute-Nacht-Kuss gibt.

Ganz klar, Superhelden liegen bei Kindern immer im Trend. Und mit diesem witzigen Bilderbuch merkt ihr, dass es noch ganz andere Superhelden gibt – die, die immer für euch da sind, euch beschützen und sich um euch kümmern. Das ist doch eigentlich ziemlich super, was Mamis und Papis so können. Besonders gut gefallen mir die Zeichnungen, die echten Comic-Stil mit liebevollem Bilderbuch-Charme mischen. Eine Empfehlung, nicht nur für Kinder, sondern für alle Superhelden des Alltags.

„Max und die Superhelden“ von Rocio Bonilla und Oriol Malet ist bei Jumbo erschienen.

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Alles Firlefanz

angst.jpgGanz ehrlich: Vor irgendetwas hat doch jeder Angst. Sophie zum Beispiel fürchtet sich vor Spinnen, Maximilian vor Hunden und Benjamin vor Spritzen. Luise hat Angst vor Schlangen, Jule vor dem dunklen Keller, Lara vor Wespen und Mia vor Halloween. Über solche Ängste kann Franz nur lachen: „Das ist doch alles Firlefanz. Ich hab vor gar nix Angst.“ Aber irgendwann merkt er, dass das auch irgendwie doof ist – denn das macht einsam.

Die beiden Autoren zeigen hier auf herzige Weise: Angst haben ist gar nicht so schlimm. Denn wovor der eine Angst hat, ist für den anderen kein Problem.  Die Illustrationen und lustigen Verse zeigen die Ängste (nicht nur) von Kindern, ohne sich darüber lustig zu machen. Ein süßes Büchlein für alle, die sich ihren Ängsten stellen wollen.

„Angst vor gar nix?“ von Werner Holzwarth und Daniel Kratzke ist bei Klett Kinderbuch erschienen.

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Hilfe für Eli

Der kleine Elefant Eli ist mit seinen Freunden auf dem Weg zum Wasserloch. Und er würde so gerne Erster sein und vorneweg laufen. Allerdings meinen die anderen: Der Kleinste kommt zum Schluss. Das will Eli nicht auf sich sitzen lassen: Er bittet die Kinder, die das Buch lesen, ihm zu helfen. Sie müssen eifrig rufen, schütteln, quieken und zischen, damit sich Eli einen Platz nach dem anderen nach vorne schummeln kann.  Das bleibt jedoch nicht unbemerkt. Mit seinem Trick schafft es Eli aber am Schluss, dass letztendlich alle ins Wasser können. Und auf dem Heimweg darf dann der Klügste vorneweg gehen.

Das lustige Mitmach-Buch erobert sehr schnell die Herzen der Kinder, denn es macht einfach Spaß, dem kleinen Elefanten beizustehen und sich an den gelungenen Illustrationen zu freuen. Und am Ende ist klar: Eigentlich ist es egal, wer Erster ist – Hauptsache, alle halten zusammen.

„Ich will Erster sein“ von Richard Byrne ist bei Maggellan erschienen.

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Bunter Spaß für kleine Leser

zuhause.jpgIn der Stadt gibt es unheimlich viel zu sehen und zu entdecken. Jede Seite des Papp-Bilderbuchs „Zuhause in der Stadt“ zeigt etwas anderes davon: die Tiere im Stadtpark, die Stände auf dem Wochenmarkt, den Garten hinter dem Haus, die Boote auf dem Kanal, die Geschäfte in  der Hauptstraße und das Leben in  der Innenstadt, um einige Beispiele zu nennen. Auch der Park bei Regen oder Schnee oder die Stadt bei Nacht sind Themen, um die es geht. Auf jeder Seite gibt es zudem Suchaufgaben, für die man manchmal ganz genau hinschauen muss.

Die Illustrationen von Sébastien Braun sind liebevoll und kindgerecht detailliert. Kinder finden ihre eigene Lebenswelt darin wieder und haben Vergnügen daran, bestimmte Tiere oder Gegenstände zu suchen und selbst etwas zu den Bildern zu erzählen. Ein bunter Spaß für die kleinsten Leser.

„Zuhause in der Stadt“ von Sébastien Braun ist bei magellan erschienen.

 

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Den eigenen Stil selbst gestalten

näh mit.jpg„Trendige Kleidung und Accessoires nähen ist kinderleicht“ finden die Autorinnen Ina Andresen und Stefanie Kroth. Mit ihrem Buch „Näh mit! Mode und Accessoires“ können junge Modebegeisterte Schritt für Schritt lernen, ich selbst mit Kleidung im eigenen Stil zu versorgen. Nach einer umfassenden Anleitung, in der unter anderem das Maßnehmen, die Arbeit mit Schnittmustern, der Zuschnitt und das Nähen an der Nähmaschine erläutert werden, gibt es zahlreiche Anleitungen für unterschiedlichste Kleidungsstücke: Vom Ballonrock übers Raglan-Shirt, Leggins und Ponchos bis zum Fledermausshirt, Kleidern und Tops, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ein weiteres Kapitel bietet Anregungen zu Accessoires wie Rucksäcken und Taschen, Schlafmasken und Gürteln. Auch einen Abschnitt zum Upcyclen gibt es, in dem aus alten Shirts Beanies werden. Designtipps gibt es mit Prints und Wendepailletten. Dank der Fotoanleitungen wird die Umsetzung wirklich kinderleicht – ein näherfahrener Erwachsener sollte jedoch trotzdem helfend bereitstehen, zumindest am Anfang.

„Näh mit! Mode und Accessoires“ von Autorinnen Ina Andresen und Stefanie Kroth ist im TOPP-Verlag erschienen.

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Cluburlaub  für Nager

moppi-und-moehre-abenteuer-im-meerschweinchenhotel-167631783.jpgFür die beiden Meerschweinchen Moppi und Möhre beginnt ein großes Abenteuer: Ihre Besitzer Annika und Louis bringen sie in ein Meerschweinchenhotel, weil sie selbst in den Urlaub fahren. Im Meerschweinchenhotel ist es himmlisch: Es gibt ein großes Schloss, einen Swimmingpool, ein Buffett und viele andere Meerschweinchen. Schnell freunden sich Moppi und Möhre mit Schäfi, Nacki und Elvis an. Nur Grufti ist ein richtiger Miesepeter. Er behauptet sogar, dass die Meerschweinchen nie wieder von ihren Besitzern abgeholt werden. Moppel und Möhre sind sauer, aber auch unsicher: Sollte der grummelige Grufti tatsächlich Recht behalten?

Mit Witz und Charme erzählt Anna Lott die Abenteuergeschichte der beiden Meerschweinchen, die endlich mal im Urlaub relaxen können. Die skurillen Charaktere im Hotel machen Spaß und erinnern an manchen Cluburlaub. Das ernste Thema – Tiere, die abgeschoben werden, weil man sie nicht mehr möchte – tritt allerdings etwas in den Hintergrund, denn natürlich geht es in diesem Kinderbuch gut für alle Vierbeiner aus. Eine lustige Sommerlektüre für Nager-Fans.

„Moppi und Möhre: Abenteuer im Meerschweinchenhotel“ von Anna Lott ist im Carlsen-Verlag erschienen.

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Philosophie für Kinder

9783551250957.jpgPhil und Sophie sind beste Freunde. Sie reden über viele Fragen, die ihnen durch den Kopf gehen: über Freundschaft, Gedanken, Glück und das Schöne, aber auch über traurige Themen wie den Tod.  Nicht immer finden sie eine Antwort auf ihre Fragen, aber das ist auch gar nicht so wichtig – oft ist es ihr Gespräch, das ihnen weiterhilft. Als Sophie zum Beispiel, sehr wütend ist, findet Phil eine Lösung für ihr Problem – denn ein bester Freund kann helfen, „wenn in einem selbst zu viele Gefühle“ fürs Denken sind. Auch das mit dem Großwerden ist ein schwieriges Thema. Denn wenn Erwachsene von Kindern wissen wollen, was sie werden möchten, wenn sie groß sind, wollen sie einen Beruf hören. Phil hingegen möchte ein Papa sein und mit seinen Kindern Fußball spielen und außerdem gut kochen können; und Sophie möchte fröhlich bleiben.  Aber gut, dass sie noch nicht erwachsen sind, denn es gibt noch viel zu entdecken.

„Das Wichtigste ist, dass man nicht aufhört zu fragen.“ Dieses Zitat von Albert Einstein steht in dem Buch  vor dem Anhang, der die kleinen Leser zu weiteren Fragen animieren soll. Die Fragen, mit denen sich Phil und Sophie beschäftigen, sind so alt wie die Welt – eben philosophisch. Und es sind die Fragen, mit denen Kinder oft ihre Eltern konfrontieren. Manchmal finden Kinder selbst die besten Antworten darauf. Auf jeden Fall bietet ihnen das Buch von Ina Schmidt jede Menge Stoff zum Nachdenken und hebt kindliche Alltagssituationen auf eine andere Ebene. Auch als Erwachsener macht es Spaß, sich damit zu beschäftigen – am besten zusammen mit dem Kind.

„Kleine und große Fragen an die Welt“ von Ina Schmidt ist bei Carlsen erschienen.

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Phantastisches Gemüse-Abenteuer

3b02ddf264db215a9349d4a3663ed0c0bad4275c-00-00.jpegAls jüngste Tochter einer Familie, die einer berühmten Gärtnerdynastie entstammt, hat man es nicht leicht. Vor allem, wenn man, wie Flora Botterblom, mit Gemüse und Pflanzen absolut nichts anfangen kann. Ihre Geschwister, die Zwillinge Laurenz und Lilly, kennen sich mit dem Gärtnern bestens aus und unterhalten sich oft stundenlang über die verschiedenen Gemüsesorten. Flora hingegen ist genervt bei dem Gedanken, die ganzen Sommerferien bei der Ernte helfen zu müssen. Da offenbart ihr der Großvater an ihrem elften Geburtstag ein  besonderes Geheimnis: Früher war das Leben der Botterbloms nicht so langweilig – früher waren sie Wundergärtner und züchteten magische Pflanzen, mit denen man den Menschen helfen konnte. Leider wurde das Glas mit den Samen für die zwölf magischen Wunderpflanzen ihrer Oma Olivia gestohlen. Lediglich ein einziges Samenkorn einer Wunderpepperoni blieb übrig, und ausgerechnet Flora ist auserwählt, die Pepperoni zu anzubauen. Mit ihr wird es gelingen, dem Samendieb nach vielen Jahren endlich auf die Spur zu kommen, erklärt Floras Großvater und gibt ihr genaue Pflanz-Anweisungen und einen Wunderdünger. Flora dauert es mit dem Wachsen allerdings etwas zu lange, so dass die Pflanze statt drei ganze neun Tropfen des Düngers bekommt. Und Flora merkt schon bald: Da läuft etwas gewaltig schief!

Welches Mädchen wünscht sich nicht, Teil von etwas ganz Besonderem zu sein? Flora geht es so, und mit ihr wahrscheinloch vielen Lesern, die mit ihr auf eine ganz besonders phantastische Gemüse-Reise gehen. Der frische Erzählstil von Astrid Göpfrich macht dabei außergewöhnlichen Spaß. Die vielen fast alltäglichen Hindernisse und  Gefahren, denen sich Flora stellt, sind teilweise urkomisch und machen neugierig: Was geht Flora wohl als nächstes schief? Dazu kommt die spannende Geschichte um das alte Familiengeheimnis und die Frage, ob Flora es wirklich lüften kann. Eine klare Leseempfehlung, nicht nur für Gartenfans.

„Flora Botterblom: Die Wunderpepperoni“ von Astrid Göpfrich ist bei magellan erschienen.

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Für kleine Fans ein Genuss

carlsen-verlag-vorlesebuch-disney-der-koenig-der-loewen-p1638146-1.jpgEs gibt Nachwuchs im Königreich der Tiere: Dem Löwen Mufasa wurde ein Sohn geschenkt, und eines Tages soll der kleiner Simba König über die afrikanische Savanne werde. Allerdings ist da sein Onkel Scar, der ihm den Thron neidet. Er lockt den Löwen-Prinzen in eine Falle und redet dem Kleinen ein, er sei schuld am Tod seines Vaters. Simba läuft davon und befreundet sich im afrikanischen Dschungel mit dem Erdmännchen Timon und dem Warzenschwein Pumbaa. Jahre später findet ihn seine Freundin Nala und überredet ihn, zurückzukehre und um seine Herrschaft zu kämpfen, denn Scar hat sein Königreich zerstört. Doch obwohl Simba seinen Onkel besiegt, ist es noch nicht vorbei: Zira, die Mutter von Scars Sohn Kovu, schmiedet Rache und will Simbas Tochter Kiara von dem ihr zustehenden Thron stoßen.

Die Geschichte von dem kleinen Löwen Simba, der in die großen Fußstapfen seines Vaters treten muss, ist mittlerweile ein Klassiker. Auch wenn sich die Handlung gar nicht wie eine Geschichte für Kinder liest, ist ihre Faszination ungebrochen.  Disneys Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1994 wurde jetzt neu verfilmt, und pünktlich zum erscheint das vorliegende Bilderbuch. Es enthält nicht nur die Handlung des ersten Teils, sondern auch die seiner Fortsetzung. So erfährt der Leser Simbas ganze Geschichte, illustriert mit den bekannten Bildern aus den Filmen. Für kleine Fans ein Hochgenuss.

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Das Richtige für Wasserratten

Schon vier Abenteuer hat Jana in der Reihe „Schwimmen macht Spaß“ erlebt. Das fünfte erscheint nun rechtzeitig zur Urlaubszeit und heißt „Die Höhle am Meer“. Darin macht Jana mit ihrer Familie Strandurlaub und lernt den netten Marco kennen. Der verkauft ihr ein Bodyboard und bringt ihr und ihrem Bruder Max einige Tricks bei – wie gut, dass Jana mittlerweile so gut schwimmen kann. Doch als das Board gestohlen wird, ist Janas ganzes Können gefragt – zusammen mit Max und Marco kommt sie einer Diebesbande auf die Spur.57004941_389498201776865_4087303973508300715_n

Die Geschichte von Jana ist nett erzählt und genau richtig für Kinder, die vielleicht zum ersten Mal Urlaub im Süden in einer Hotelanlage verbringen. Im Text versteckt sind die Baderegeln, und am Ende der Geschichte gibt es ein Quiz zum Ankreuzen sowie weitere wichtige Tipps, die das Schwimmen und das Verhalten im Meer betreffen. Weitere Erklärungen, zum Beispiel zu den Flaggen am überwachten Badestrand und zu Strömungen im Meer, runden den Informationsteil ab. Die richtige Lektüre für kleine Wasserratten und solche, die es werden wollen.

 

„Die Höhle am Meer“ von Veronika Aretz ist im VA-Verlag erschienen.

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Aus dem Leben eines Genies

Leonardo da Vinci ist mit Sicherheit eine der faszinierendsten Figuren der Weltgeschichte. Sein Leben war komplex und spannend – und ganz gewiss nicht einfach für junge Leser zu erklären. Christine Schulz-Reiss wagt es in dem von Paolo Friz reich bebilderten Buch trotzdem. Mit Erfolg, denn das Leben des berühmten Künstlers und Erfinders liest sich bei ihr wie ein abwechslungsreiches Jugendbuch. Dazu lässt die Autorin ihre Leser ganz oft durch Leonardos Augen sehen. Sie beschreibt seine Kindheit und Herkunft, erklärt, warum der kleine Leonardo mit der linken Hand schreiben durfte und nicht „umerzogen“ wurde, wie es sonst üblich war: Als uneheliches Kind eines Bauernmädchens schien das unnötig. Sein Vater verschaffte ihm trotzdem später eine Lehrstelle in Florenz, wo sich für den Jungen eine neue Welt eröffnete. Im Übrigen schildert Christine Schulz-Reiss sehr eindrucksvoll, wie sich Leonardo die Wunder der Welt offenbarten. Nebenher zeichnet sie ein eindrucksvolles Bild des damaligen Lebens und von der Entstehung der berühmten Werke da Vincis.

„Die geheimnisvolle Welt des Leonardo da Vinci“ hat der Kindermann-Verlag zu seinem 25. Geburtstag herausgebracht. Es erscheint in der Reihe „Kinder entdecken berühmte Leute“ und ist ein gelungenes Beispiel dafür. Das bebilderte Buch liest sich leicht und lässt auch Erwachsene über die Details staunen, die die Autorin über das Leben des Universalgenies Leonardo da Vincis verrät. Besonders erwähnenswert sind auch die liebevollen Illustrationen von Paolo Friz, der die Geschichten ganz im Stil des großen Meisters lebendig werden lässt.

Da das Buchs ehr viel Text enthält, ist es vor allem für ältere, wissensdurstige Grundschulkinder geeignet und unterhält diese hervorragend.

„Die geheimnisvolle Welt des Leonardo da Vinci“ von Christine Schulz-Reiss ist im Kindermann-Verlag erschienen.

 

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Super Tipps für Tierfreunde

wir-retten-die-bienen-igel-und-kaefer-261024555Kleine Tierfreunde aufgepasst: Was Ihr das ganze Jahr über im eigenen Garten und in der Natur für große und kleine Tiere tun könnt, erfahrt Ihr in diesem tollen Bastelbuch. Nachdem ihr allerhand über die Grundausstattung erfahren habt – zu der unter anderem eine Becherlupe und eine stilgerechte Arbeitsschürze gehören, auch dafür gibt es natürlich Anleitungen – dreht sich alles rund um die Lebewesen in Garten, Wald und Wiese. Es gibt viele nützliche Basteltipps, wie zum Beispiel für einen Bienen-Pool, einen Wespen-Teller (mit dem man die Wespen vom eigenen Essen ablenken kann), für Vogelhäuschen, Hummelwasser oder ein Ohrwurmhaus. Super ist zum Beispiel das Regenwurm-Beobachtungsglas, das nicht nur hübsch aussieht, sondern auch zum Terrarium für ungewöhnliche Haustiere wird. Ein tolles und tierfreundliches Hilfsmittel ist auch der Spinnenfänger, mit dem man unliebsame Hausgäste ganz leicht vor die Tür befördern kann.

Dazu gibt es zahlreiche Dekotipps, die dann mal nicht nützlich sind, aber hübsch aussehen. Und das Wichtigeste: Im Buch stehen  ganz viele Infos über Bienen, Hummeln, Wespen, Marienkäfer, Schlangen, Schmetterlinge, Eichhörnchen und noch viele andere kleine Tiere mehr.

Ich bin von diesem Buch wirklich restlos begeistert: Die Anleitungen sind übersichtlich und einfach erklärt, und immer gibt es wissenswerte Kleinigkeiten in Infoboxen, die auch manchen Erwachsenen überraschen dürften. Die witzigen und liebevollen Illustrationen sind da nur das Tüpfelchen auf dem i. Kleine Naturfreunde – und die meisten Kinder sind das ja – sind mit dem Buch von Susanne Pypke bestimmt den Großteil der Sommerferien beschäftigt.

„Wir retten die Bienen, Igel und Käfer!“ von Susanne Pypke ist im Topp-Verlag erschienen.

 

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Feinsinnige Suche nach Zuhause

In einem Wald liegt ein wunderschöner, riesengroßer blauer Stein. Er liegt dort sehr gern. Doch eines Tages brennt der Wald ab und die Menschen entdecken den blauen Stein. Sie schneiden ihn in zwei Teile und bringen einen Teil zu einem Künstler. Aus dem Stein wird eine Elefantenskulptur. Doch weil der Stein seine zweite Hälfte so sehr vermisst, bricht er irgendwann entzwei. Die zerbrochene Hälfte wirft man fort, aus der anderen Hälfte wird eine neue, kleinere Skulptur. Doch wieder vermisst der Stein seine zweite Hälfte, wieder zerbricht er. So geht es immer weiter, und die Skulpturen, die aus dem Stein geschaffen werden, werden immer kleiner und kleiner. Und der blaue Stein vermisst seine Hälfte immer stärker. Irgendwann zerbröselt er zu Staub, der davongeweht wird – und in seinen  Wald zu seiner zweiten Hälfte zurückkehrt.

Die Bilderbücher des taiwanischen Autors Jimmy Liao sind feinsinnig, berührend und ästhetisch auf einem hohen Niveau. Sie richten sich nicht speziell an Erwachsene, doch für kleinere Kinder sind sie zu ernst. Ältere Kinder können die Metaphern über Einsamkeit und Liebe durchaus verstehen, vielleicht sogar besser als manch erwachsener Leser. Doch die Suche nach zuhause in „Der blaue Stein“ ist an vielen Stellen auch sehr traurig, so dass sehr empfindsame Kinder vielleicht Probleme damit haben. Übersetzer Marc Hermann hat eine wundervolle Sprache für Liao gefunden: einfach, aber einprägsam, poetisch und gleichzeitig verständlich.

„Der blaue Stein“ von Jimmy Liao ist bei chinabooks erschienen.

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Fesselnder Wettlauf gegen die Zeit

Seyfried führt mit seiner Frau Elsbeth und seinen Kindern ein ruhiges Leben. Er ist ein Zeidler, der Honig und Wachs von wilden Bienen erntet, seine Frau ist Heilerin. Doch als sie eine junge, verletzte Frau aufnimmt, ahnt er, dass das böse Folgen haben könnte. Und er hat recht: Das Mädchen entpuppt sich als die Tochter des Marschalls und stirbt. Elsbeth wird des Mordes beschuldigt, und, weil auf unerklärliche Weise Bienenvölker in der Region starben, als Hexe zum Tod verurteilt. Seyfried erhält die Chance, seiner Frau das Leben zu retten, wenn er die Fürsprache der berühmten Nonne Hildegard erringen kann, die selbst eine Heilerin ist. Diese baut gerade ein Kloster in Bingen – und als Seyfried dort ankommt, muss er feststellen, dass Hildegard ganz andere Sorgen hat. Für ihre Hilfe verlangt sie eine Gegenleistung, die ihn schließlich zum frisch gekrönten König Friedrich I. führt.
Ralf H. Dorweiler schildert Seyfrieds Wettlauf gegen die Zeit sehr eindringlich und spannend. Da jedem Kapitel eine Art Countdown bis zum Termin der Hinrichtung Elsbeths vorangestellt ist, fiebert der Leser mit dem Zeidler und seiner Familie mit. Zudem malt Dorweiler ein beeindruckendes Bild der Zeit um 1150: Sowohl, was das Leben auf einer Burg angeht, wo Seyfrieds Kinder und Frau auf seine Rückkehr warten, als auch vom klösterlichen Leben bei Hildegards Benediktinerinnen. Der Leser erhält Einblick in das Zeidlerhandwerk und in das alltägliche Leben im 12. Jahrhundert, und das Ganze verpackt in eine Geschichte, die bis zum Schluss fesselt.
„Der Gesang der Bienen“ ist bei Bastei Lübbe erschienen.

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Das Pubertier

Ich habe zu Hause ein kleines Pubertier – wie in der Fernsehserie. Was etwas seltsam ist, denn das Pubertier ist noch nicht einmal neun Jahre alt. Eigentlich sollte es noch ein Jungtier sein. Aber manchmal, da benimmt es sich schon so seltsam, dass ich entnervt seufze: „Das muss schon die Pubertät sein!“ Anders kann ich es mir nicht erklären, wenn wir endlose Diskussionen über das richtige Outfit für den Schulfotograf führen müssen, wenn mit der Freundin schon heimlich über Jungs gekichert wird und wenn vor allem manchmal, aber leider immer häufiger, die kleinen Hörnchen durchkommen und sich das Jungtier in ein Pubertier verwandelt. Da wird herumgezickt, vom Feinsten. Meine Freundin hat ja die Theorie, dass das von den vielen Hormonen in unserem Schweinefleisch kommt. „Kein Wunder, dass die Pubertät da schon ein paar Jahre früher einsetzt“, meint sie.

Glauben Sie mir, ein neunjähriges Pubertier, das ist kein Spaß. Denn im Gegensatz zu einem 13-jährigen Pubertier versteht es viele Dinge noch nicht so recht. Und es tut mir auch leid, das Pubertier, denn oft scheint es auch nicht zu wissen, warum es denn eigentlich jetzt gerade so zickig sein muss. Neulich hat es in der Schule gezickt und musste zur Strafe aufschreiben, was da genau mit seiner eigentlich besten Freundin vorgefallen war. Das Pubertier erklärte die Situation sehr genau, bis zu dem Punkt, an dem der Streit begann. „Und dann hat mich die Pubertät überwältigt!“, stand auf dem Blatt, das es mir verschämt zur Unterschrift vorlegte.

Armes, kleines Pubertier.

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Für Hundeliebhaber und beste Freunde

Es gibt viele Gründe, aus denen man sich mit jemandem „pudelwohl“ fühlen kann. Weil man gemeinsam Spaß hat, sich versteht und zusammen stark fühlt, weil man zusammen die Seele baumeln oder nach den Sternen greifen kann. In dem kleinen Bilderbuch von Sascha Morawetz geht es einerseits um solche Dinge, die Freunde verbinden. Und es geht um den besten Freund des Menschen. Denn das Buch besteht vor allem aus Illustrationen von vierbeinigen Freunden: Hunde, die zusammen Pferd stehlen, Abenteuer erleben, neue Wege gehen und Ängste überwinden.mit-dir-fuehl-ich-mich-pudelwohl-256560474

Das Bilderbuch ist nicht nur für kleine Hundefans. Es ist auch für Große, die sich zeigen wollen, was sie aneinander haben. Es ist eine Ode an die echte, tiefe Freundschaft, die man nicht oft findet. Die liebevollen Zeichnungen heben die Charakterzüge von ganz unterschiedlichen Hunden hervor. Ein schönes Geschenk für Hundeliebhaber und beste Freunde.

„Mit dir fühl ich mich pudelwohl“ von Sascha Morawetz ist bei Maggellan erschienen.

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Empathie, nicht nur für Kinder

tanja-szc3a9kessy2bwie-du-bist-wenn-du-so-bistDa sind ein Mädchen und sein Hase. Beide sind eigentlich gute Freunde. Doch manchmal fühlt sich der Hase nicht so gut – wenn das Mädchen schimpft, zum Beispiel. Wenn es nicht teilen will oder ihn beim Spielen nicht dabei haben will. wenn es ihn auslacht oder wenn sie streiten. Manchmal ist das Mädchen aber auch sehr lieb: Wenn es dem Hasen hilft, wenn es ihm etwas gemalt hat, wenn es ihn lobt, mit ihm tanzt oder mit ihm kuschelt. Dann fühlt sich der Hase gut.

Das Bilderbuch zeigt immer auf der linken Seite die Situation, um die es geht, und auf der rechten Seite, wie es dem Hasen dabei geht. So versteht der (manchmal gar nicht mehr so kleine) Leser, was eine bestimmtes Verhalten im Gegenüber auslöst. Es ist also eine praktische Empathie-Übung. Manchmal schadet es auch als Erwachsener nicht, darüber nachzudenken, „wie man ist, wenn man so ist“ und was das für denjenigen, um den es dabei geht, eigentlich bedeutet.

Ein zartes, sehr schön illustriertes Bilderbuch, das nachdenklich, aber auf den letzten Seiten auch fröhlich macht.

„Wie du bist, wenn du so bist“ von Tanja Székessy ist bei Klett Kinderbuch erschienen.

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Unzähliges zu entdecken

allewelt1„Alle Welt“ von Aleksandra Mizielinska und Daniel Mizielinski ist seit Jahren ein Liebhaberstück und fast schon so etwas wie ein Klassiker. Jetzt ist das großformatige Landkartenbuch, das erstmals 2013 auf Deutsch erschien, neu aufgelegt und um 20 neue Karten erweitert worden. Unter anderem finden sich nun auch Taiwan, die Türkei, Irland, Kongo, Äthiopien, Dänemark und die Ukraine darin.

Die neuen Karten sind genau so gelungen, wie die altbekannten. Zu jedem Land gibt es zahlreiche Miniaturzeichnungen, die etwas über den betreffenden Staat erzählen: regionale Tiere, die Landestracht, typisches Essen, Gebäude, Wahrzeichen, und andere Besonderheiten sind hier zusehen. Außerdem finden sich neben allgemeinen Daten wie Hauptstadt, Sprache, Fläche und Einwohnerzahl auch auf jeder Karte ein Junge und ein Mädchen mit landestypischen Vornamen. Das sind für Deutschland übrigens Leonie und Lukas. Neben der Deutschlandkarte stehen außerdem unter anderem Bildchen von Johannes Gutenberg, Johann Wolfgang von Goethe, Schneewittchen , Pumpernickel und einer Kuckucksuhr.

Auf der Karte von Madagaskar erfährt man zum Beispiel, das hier die Kinder Lamtoniaina und Lalaina heißen können, die Bewohner Madagassen genannt werden und vor der Küste der Schwarze Marlin lebt. In Litauen heißen die Kinder Gabija und Matas, eine litauische Legendenkönigin heißt Eglé und es gibt ein Saiteninstrument namens Kanklés. Außerdem isst man dort Juka, eine Suppe aus Gänse- oder Entenblut. Die Türkischen Beispielnamen sind Yusuf und Elif, auf der Karte finden sich neben vielen anderem Informationen über die unterirdische Stadt Derinkuyu und die Taucherin Yasemin Dalkilç .

Auf jeder Karte gibt es Unzähliges zu entdecken, selbst bei Ländern, die man zu kennen glaubt. Über 6000 Miniaturbildchen bilden Kultur, Land und Leute von 62 Ländern auf sieben Kontinenten ab. Dazu gibt es noch Karten der Kontinente, die ebenso gestaltet sind.

„Alle Welt“ ist wie ein lehrreiches Wimmelbuch für Groß und Klein. Die vielen versteckten Informationen regen dazu an, die Welt noch weiter über Lexika oder Google zu erkunden – oder die entsprechenden Länder einfach selbst zu bereisen. Die neuen Karten sind ein Gewinn, und vielleicht werden nach und nach tatsächlich alle Länder der Welt auf diese Weise kartographiert – wünschen würde ich es mir!

„Alle Welt“ von Aleksandra Mizielinska und Daniel Mizielinski ist im Moritz-Verlag erschienen.allewelt

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Toll für wissensdurstige Kinder

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Eine ganz tolle Reihe möchte ich euch heute vorstellen: Die „Was ist Was: Erstes Lesen“-Bücher sind super geeignet, um Sachwissen zu vertiefen und sich mit den Kenntnissen aus der ersten und zweiten Klasse selbst zu erlesen. In dem Band „Wale und Delfine“ erfahren Kinder zum Beispiel alles über die beeindruckenden Meeresbewohner – ihren Körperbau, ihre Lebensgewohnheiten und ihre Körpersprache. Dabei sind die Informationen übersichtlich gestaltet und mit hilfreichen Illustrationen aufgelockert. Comic-Delfin Fini führt die Neu-Leser durch das Buch, präsentiert sich in einem Interview und testet das Wissen am Schluss in einem Lesequiz.

In „Pferde und Ponys“ ist es das Fohlen Ferdi, das den Kindern zur Seite steht und sie mit Zusatzinfos und kleinen Sprüchen anleitet. Hier geht es nicht nur um die verschiedenen Rassen und um die angemessene Pflege, sondern auch um die Möglichkeiten, die ein Pferd dem Menschen als Gefährte bietet.

Zu der Reihe gehören noch viele weitere Themenfelder, wie „Vulkane“, „Wald“ oder „Wetter“. Es sind tolle kleine Nachschlagewerke, mit denen wissensdurstige Kinder erste Selbstlese-Sachbuch-Erfahrungen machen können. (tmb)

Die Reihe „Was ist Was: Erstes Lesen“ ist bei Tessloff erschienen.

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Infohappen hinter Klappen

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Hier kommt ein tolles Sachbuch für kleine Forscher: In der Reihe „Was ist Was Junior“ gibt es den Weltraum zu entdecken. Neben zahlreichen Informationen rund um das All und die Wege der Menschen zu den Sternen stecken hier zusätzliche Wissenshappen hinter vielen kleinen Klappen. Was sind Sterne, was ist das Sonnensystem, wie sehen die Mondphasen aus und wie wird man Astronaut? All das sind Fragen, die dieses kluge Buch Kindern zwischen vier und sieben Jahren altersgerecht beantwortet. Dazu gibt es noch viele kleine Tipps und Experimente – zum Beispiel, um einen eigenen Raketenantrieb zu bauen. Und Infokästen geben Auskunft über verblüffende Rekorde.

Klappenbücher sind super und werden nicht langweilig – und dieses hier garantiert erst recht nicht. Die Informationen sind kindgerecht und gleichzeitig auch für Ältere interessant. Wie immer eine tolle Ergänzung der „Was ist Was“-Reihe.

„Was ist Was Junior: Weltraum“ ist bei Tessloff erschienen.

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Monstermäßiger Spaß

Für alle Freunde der „Bitte nicht öffnen“-Reihe gibt es ein tolles Rätselbuch. Darin  geht es einerseits um Fanwissen, andererseits gibt es viele Rätsel, die rund um die skurillen Wesen aus den Paketen an Nemo gestaltet sind: Labyrinthe, Rechenaufgaben, Punkt-zu-Punkt-Rätsel, Sudoku, Bilderrätsel oder Buchstabensalat gehören dazu. In verschiedenen Quiz-Spielen geht es um Hintergründe zum Buch – etwa über Vampire oder über Ritter. An einigen Stellen ist Fanwissen gefragt: Etwa über die fünf besonderen Wesen Icy-Ice, Schleimi, Vampiranja, Drago und Magic. Oder über in den Büchern benutzte Sprichwörter und Ausdrücke. Und dann gibt es da noch kreative Aufgaben: eine Speisekarte aus monstermäßigen Gerichten erstellen oder sich ausdenken, was man als Bürgermeister abschaffen oder auf dem Spielplatz aufstellen würde. Im Anhang gibt es noch ein paar Bastelvorlagen, für Türschilder und eigene Monsterpakete.

Das Super-Kreativbuch für Fans von Nemo & Co bietet stundenlangen monstermäßigen Spaß!  

„Bitte nicht öffnen. Das große Rätselbuch“ mit Rätseln von Linda Hartwig, Bildern von Fréderic Bertrand, koloriert und gestaltet von Christiane Hahn,  ist bei Carlsen erschienen.

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Eigene Filme drehen

Eva Hauck: Kinder-Werkstatt Animation, Buch

Heute möchte ich Euch ein ganz tolles Kreativbuch vorstellen, das Euch zeigt, wie Ihr Bilder in Bewegung versetzten könnte. „Animation“ kommt aus dem lateinischen. Animare bedeutet „zum Leben erwecken“ – und in dem Buch „Kinder-Werkstatt Animation“ geht es genau darum. Denn mit Fantasie, Kreativität und den hier enthaltenen Tricks könnt ihr tolle Projekte umsetzen. Im Buch wird unterschieden zwischen verschiedenen Arten der Animation. Das Kapitel „Physikalische Kräfte“ beschäftigt sich mit Bastelarbeiten, die zum Beispiel mit Pendeln, Magneten oder als Karussell funktionieren. Bei „Optische Täuschung“ wird es schon komplizierter. Anleitungen für Wechsel- und Wackelbilder, ein Kaleidoskop oder eine 3-D-Illusion  erschaffen nur scheinbar Bewegung.

Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit Kinematografie, also der Technik, auf der Filme beruhen. Hier lernt ihr, wie ihr ein Daumenkino, ein Mutoskop oder ein Zoetrop basteln. Und im Kapitel „Stop Motion Film“ werden mehrere Projekte für Zeichentrick- und Legefilm, Shiluetten- und Knetanimation vorgestellt. Mit Handy oder Tablet könnt ihr so eigene kleine Filme drehen. Bastelvorlagen und ein Glossar sowie ein Test komplettieren dieses feine Büchlein.

Ein wirklich gelungenes Werk für kleine Kreative, die sich mit dem Thema Film und Animation auseinandersetzen möchten. Die meisten Projekte sind für Kinder ab neun Jahren und älter geeignet, einige von den komplexeren auch erst ab zwölf; aber es gibt auch schon ein paar lustige Ideen für Kinder ab 5 Jahren. Mit Hilfe sind alles tolle Familienprojekte.

„Vom Daumenkino zum Stop-Motion-Film. Kinder-Werkstatt Animation“ von Eva Hauck und Dorina Tessmann ist im Haupt Verlag erschienen.

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Ideal für künftige Wähler

Am Sonntag wählen die Wahlberechtigten in Deutschland die Abgeordneten für den Bundestag. Der Bundestag bestimmt danach den neuen Bundeskanzler oder die neue Bundeskanzlerin. Das Verfahren, nach dem bei uns in Deutschland gewählt wird, nennt sich demokratisch. Aber was genau ist eigentlich eine Demokratie? Anja Reumschüssel und Alexander von Knorre erklären es euch!

Soviel vorneweg: Demokratie bedeutet, dass das Volk das Sagen hat. Weil aber nicht alle 82 Millionen Menschen gleichzeitig miteinander reden und Entscheidungen treffen können, wählen sie Vertreter, die das für sie übernehmen. In diesem feinen Büchlein wird genau das erklärt, und noch vieles mehr. Von Politik über Gesellschaft geht es zu Entscheidungsebenen und Gesetzen. Wisst Ihr, was die Ewigkeitsklausel ist? Damit werden besonders wichtige Gesetze für die Ewigkeit festgeschrieben. Witzig illustriert werden Gewaltenteilung, Wahlen und die verschiedenen Parteien erklärt. Zudem gibt es Hintergrundinfos zur Europäischen Union, Kinderrechten, Extremismus und vielem mehr. Links zu weiteren Informationen runden das kleine Kompendium ab.

Politik ist kompliziert, unser demokratisches System schwer zu verstehen? Unsinn! Dieses Sachbuch ist genau das Richtige für zukünftige Wähler ab 8 Jahren, die mehr wissen wollen und vielleicht sogar Lust haben, schon selbst aktiv zu werden. Eine tolle Lektüre!

„Demokratie für Einsteiger“ von Anja Reumschüssel und Alexander von Knorre ist bei Carlsen erschienen.

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