„Wo ist Nils der Eisbär?“ von Nicolas Piroux

In einem französischen Museum, dem Musée d’Orsay steht eine Skulptur mit dem Titel „Eisbär“ des Bildhauers Francois Pompon. Diesem Eisbär, der im Buch den Namen Nils hat, wird manchmal langweilig, und dann wandert er durch das Museum und versteckt sich in den anderen Kunstwerken. In diesem ungewöhnlichen Bilderbuch sollen die Leser Nils in berühmten Gemälden und Skulpturen suchen und finden: Einmal lugt er zum Beispiel in Vincent Van Goghs „Mittagsrast“ hinter einem Heuballen hervor, ein anderes Mal hat er sich in Edgar Degas „Tanzunterricht“ unter die Ballerinas geschlichen oder betrachtet sich Gustav Klimts „Rosen unter Bäumen“. Manchmal ist Nils ganz einfach zu entdecken, dann muss man ganz genau hinschauen, um den Eisbär zu sehen.

Kinder für Kunst zu begeistern ist gar nicht so schwer, wie es klingt. Man muss ihnen nur Zugang dazu geben. Das Such-Buch von Nicolas Piroux tut dies auf spielerische Weise: Indem die Kinder versuchen, den Eisbär in den Kunstwerken zu entdecken, beschäftigen sie sich außerdem mit den Gemälden und Skulpturen, stellen Fragen und forschen nach. Eine schöne Idee. Noch schöner wäre gewesen, wenn sich nicht nur zu Francois Pompon und seiner Arbeit sondern auch zu den „Verstecken“ von Nils ein paar Infos (mehr als Name, Künstler und Entstehungsjahr) im Buch finden ließen, um den kindlichen Wissensdurst direkt zu befriedigen.

„Wo ist Nils der Eisbär?“ von Nicolas Piroux ist im Verlag Belser erschienen.

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